3G-plus-Regel in der Arena

Ohne Maske zu den Ice Tigers

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Sportredaktion

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So wie früher: Am Donnerstag dürfen die Ice Tigers wieder ohne Maske angefeuert werden. 

So wie früher: Am Donnerstag dürfen die Ice Tigers wieder ohne Maske angefeuert werden.  © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, NN

Am Montagvormittag noch hatte Wolfgang Gastner davon gesprochen, dass er natürlich auch nach der Rückkehr der Zuschauer in die Arena Nürnberger Versicherung, Kontakt zu Politikern halte, um zu informieren und im besten Fall im Sinne des Profi-Eishockeys zu beeinflussen. Am Abend zeigte sich dann, wie groß der Einfluss des Geschäftsführers der Nürnberg Ice Tigers zu sein scheint. Tatsächlich aber war man auch in der Geschäftsstelle des DEL-Zehnten überrascht von den weiteren Lockerungen, die Ministerpräsident Markus Söder verkündet hat.

Offiziell setzten die Ice Tigers am Dienstag spontan um, was ihnen die erneute Anpassung der 14. Bayerischen Infektiosschutzverordnung ermöglicht. Praktisch bedeutet das, dass bereits zum Heimspiel am Donnerstag (19.30 Uhr) gegen Meister Eisbären Berlin nur noch Geimpfte, Genesene und „mit einem PCR-Test negativ getestete Personen“ in die Arena Nürnberger Versicherung eingelassen werden. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden alt sein. Bislang reichte Ungeimpften ein einfacher Schnelltest.

Bier wieder mit Alkohol

„Für Schülerinnen und Schüler gelten dieselben Regelungen wie bisher, sie gelten durch die Schultestungen automatisch als getestet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klubs. „Schüler ab 15 Jahren müssen einen Schülerausweis vorzeigen.“ Die Ice Tigers selbst hatten einen solchen Schritt bisher gemieden, auch um ungeimpfte Besucher nicht abzuschrecken. Wenn Tests ab 14. Oktober nicht mehr kostenfrei angeboten werden, hätte sich die Besucherzahl ohnehin um diejenigen Fans reduziert, die zusätzlich zur Eintrittskarte auch noch einen Test bezahlen müssen.

Alle anderen dürfen sich über lange vermisste Freiheiten freuen: In der kompletten Arena wird die Maskenpflicht aufgehoben, Bier darf wieder alkoholhaltig verkauft werden, Abstandsregeln entfallen ebenfalls. Auf eines weißen die Ice Tigers allerdings auch noch ausdrücklich hin: Wer aufgrund des theoretischen Infektionsrisikos weiterhin eine Maske tragen will, kann das natürlich machen. Mit Maskenpflicht kamen im Schnitt bislang 3126 Zuschauer zu den Heimspielen der Ice Tigers. Nun hoffen sie auf mehr Fans. „Wir freuen uns sehr über diesen großen Schritt hin zur Normalität, die wir uns alle schon so lange wünschen", ließ Wolfgang Gastner ausrichten.

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