Schaaf übernimmt

In höchster Abstiegsnot: Werder Bremen trennt sich von Trainer Kohfeldt

16.5.2021, 12:24 Uhr
Schaaf übernimmt für Kohlfeldt: Vereins-Legende soll Bremen vor dem Abstieg retten.

Schaaf übernimmt für Kohlfeldt: Vereins-Legende soll Bremen vor dem Abstieg retten. © Carmen Jaspersen, dpa

Werder Bremen hat sich einen Spieltag vor dem Ende der Saison doch noch von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Das teilte der stark abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist am Sonntag mit. Vereins-Legende Thomas Schaaf soll die Grün-Weißen jetzt vor dem ersten Abstieg seit 1980 bewahren. "Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann.

Am Samstag hatten die Grün-Weißen im Kellerduell beim FC Augsburg eine 0:2-Niederlage kassiert und waren damit auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. Der Vorsprung auf den 1. FC Köln auf dem ersten direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Am letzten Spieltag empfängt Werder Gladbach, Köln spielt gegen den FC Schalke 04.

Schaaf-Engagement ist bis zum Saison-Ende begrenzt

Der 60 Jahre alte Schaaf, der Werder in der Vergangenheit bereits 14 Jahre trainiert hatte und unter anderem 2004 das Double mit den Grün-Weißen gewann, wird am Sonntag in das Quarantäne-Trainingslager nach Barsinghausen reisen. Ihm zur Seite steht neben dem bisherigen Trainerteam auch Wolfgang Rolff, der als Co-Trainer fungieren wird. Das Engagement von Schaaf ist bis zum Ende der Saison begrenzt.


Bremer Pokal-Aus gegen Leipzig: Ein Sieger und ein Gewinner


Kohfeldt hatte vor drei Wochen schon einmal vor dem Aus gestanden. Damals sprachen die Verantwortlichen um Geschäftsführer Frank Baumann dem 38-Jährigen nach dem 1:3 bei Union Berlin nur das Vertrauen für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig aus. Zwar verlor Werder in der Verlängerung mit 1:2, die Bosse werteten den leidenschaftlichen Auftritt des Teams aber als Zeichen, dass Kohfeldt die Rettung doch gelingen könne. Auch das 0:0 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende hatten Baumann und Co. positiv kommentiert. Aber nach dem 0:2 in Augsburg, der achten Niederlage in den vergangenen neun Spielen, war der Glaube an Kohfeldt doch dahin.

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