25°

Montag, 17.06.2019

|

zum Thema

Inkonstanter Kerk kämpft beim Club gegen eigene Psyche

24-jähriger Kreativspieler kann dem FCN zurzeit nur bedingt helfen - 15.01.2019 05:58 Uhr

Zu viele Auf und Abs bescheinigt Trainer Michael Köllner seiner Nummer zehn Sebastian Kerk (links im Duell mit Georg Margreitter). © Sportfoto Zink/DaMa


Während die meisten Profis des 1. FC Nürnberg noch ihren freien Tag genossen, joggte Sebastian Kerk gestern gemeinsam mit Lukas Mühl schon wieder durch den Reichswald. Das Duo verspürte offenbar Nachholbedarf: Zum Ende des Trainingslagers in Benahavis hatte die beiden ein Magen-Darm-Infekt erwischt, der zweite Test gegen Mouscron (1:2) musste ohne sie über die Bühne gehen.

Während Mühl am Sonntag zum Auftakt gegen Hertha BSC dennoch wieder erste Wahl sein dürfte, spielt Kerk in den Plänen von Michael Köllner aktuell keine große Rolle. Zwar weiß auch der Trainer, dass ein fitter Kerk "wichtig für uns wäre". Doch in Spanien präsentierte sich der 24-Jährige noch weit von jenem Spieler entfernt, der beim Club nach seiner Rückkehr an den Valznerweiher im Sommer 2017 als Hoffnungsträger galt. Mit den Folgen des kurz darauf erlittenen Achillessehnenrisses, nicht die erste schwere Verletzung in Kerks Karriere, hat der Offensivmann noch immer zu kämpfen.

Bilderstrecke zum Thema

Schlimmes Spiel, schönes Tor: FCN muss sich Belgiern beugen

Mal wieder ein Torwartfehler, mal wieder eine schlechte Chancenverwertung und wieder kein Sieg. Auch gegen den Tabellenvorletzten aus Belgien schafft es der Club nicht, zu überzeugen. Einzig Kubo und Löwen haben eine Szene, bei der man sich als Fan eine Wiederholung gewünscht hätte.


Köllner kann erahnen, was der ehrgeizige Profi gerade durchmacht: "Es ist ein harter Weg. Die Verletzung ist eine Katastrophe, die Reha ist eine Katastrophe, und die Zeit danach, bis du wieder richtig fit bist, ist auch eine Katastrophe." Es sei schon ein schwieriges Unterfangen gewesen, den Schwaben überhaupt wieder "trainingsfähig" zu bekommen, gestand der Coach.

Mittlerweile sei Kerk zwar "wettkampffähig", es fehle aber an Konstanz. In den immerhin acht Einsätzen in der Vorrunde habe es bei seiner Nummer 10 noch "zu viele Aufs und Abs gegeben. Die können wir uns in der Rückrunde aber nicht mehr leisten".

Bilderstrecke zum Thema

Komfort an der Costa del Sol: Hier powern die Club-Stars

Sonne pur, ein riesiger Pool und Berglandschaften wie gemalt - das Leben in Benahavis könnte so schön sein, wenn man nicht gerade als Tabellenletzter zur Vorbereitung auf die Rückrunde gastiert. Die Club-Spieler dürfen sich in ihren Pausen dennoch auf eine luxuriöse Wellness-Oase freuen.


Für Köllner ist Kerks verbissener Kampf um die Rückkehr ins Team vor allem eine Frage der Psyche. Kerk sei eben "ein unruhiger Geselle, der gern mal einen Schritt überspringt. Dann merkst du aber selbst im Spiel, dass irgendwas fehlt."

 

Der Trainer rät deshalb zu mehr positivem Denken. Statt zu hadern, solle der Rotschopf lieber Freude empfinden, "dass er überhaupt wieder geradeaus laufen kann. Das war vor einem Jahr nicht absehbar." Zumindest beim Joggen hatte Kerk gestern schon wieder ein Lächeln auf den Lippen.

Bilderstrecke zum Thema

1:1 im ersten Test: Club zwickt Zwolle und sorgt sich um Bauer

Kein Sieg, aber auch nicht verloren: Der 1. FC Nürnberg hat sich im ersten Test 2019 1:1 von PEC Zwolle getrennt. Ein Youngster schockt die Holländer - Trainer Köllner muss sich aber früh um Robert Bauer sorgen. Hier kommen alle Bilder!


 

U. D.

34

34 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport