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Jiranek vor Rückkehr: "Ich möchte nach vorn schauen"

Der ehemalige Verantwortliche der Ice Tigers kehrt am Freitag zurück - 18.10.2019 16:25 Uhr

Hat mittlerweile in Bremerhaven das Sagen: Martin Jiranek. © Sportfoto Zink


Nach neun Jahren als Sportdirektor, Chefcoach oder Assistenztrainer bei den Ice Tigers sowie Jugendkoordinator beim EHC 80 war Jiraneks Vertrag im Frühjahr nach einer verkorksten Saison nicht verlängert worden, insgesamt arbeitete und spielte er 23 Jahre für die Franken. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt er zum ersten Mal wieder nach Nürnberg.

NZ: Rechnen Sie am Freitag bei Ihrer Rückkehr mit einem etwas komischen Gefühl, Herr Jiranek?

Martin Jiranek: Ja, ich denke schon, dass es ein komisches Gefühl wird nach so langer Zeit, neun Jahren am Stück in Nürnberg. Ich war schon als Spieler, Cheftrainer und Assistenzcoach in Nürnberg als Gast, es war jedes Mal etwas seltsam. Aber am Ende ist es ein Spiel, das wir mit Bremerhaven gewinnen wollen.

NZ: Sie haben mit ihrem neuen Team einen guten Start erwischt und sind aktuell Dritter.

Jiranek: Wir sind gut in die Saison gekommen, hatten bis vor zwei Wochen auch keine größeren Verletzungssorgen und zuletzt sogar ein Sechs-Punkte-Wochenende, obwohl es jetzt mit Mike Moore, Mark Zengerle, Alex Friesen und Tomas Sykora ein paar Spieler erwischt hat.

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Bandencheck: Das wird für die Ice Tigers gegen Bremerhaven wichtig

Bremerhavener sind nicht nur Norddeutsche, sondern auch Freunde des intensiven Eishockeyspiels. Doch bevor am Freitag das Plexiglas in Nürnberg scheppert, gibt's an dieser Stelle erst einmal den Bandencheck. Fleißarbeiter, Verletzte und eine Nürnberger Eishockey-Legende: Hier kommt die Vorschau von NZ-Redakteur Florian Jennemann. Eine Vorschau, der entsprechend ein Heimsieg der Ice Tigers mindestens vorstellbar ist.


NZ: Was zeichnet Bremerhaven bisher aus?

Jiranek: Wir sind sehr stabil in der Abwehr und lassen nicht viele Chancen zu. Gleichzeitig spielen wir offensiv mit Druck und Struktur und haben deswegen viele Chancen. Und wir sind immer im Spiel, haben noch nicht hoch verloren, sondern immer knapp und nur ein Mal nach 60 Minuten. Damit haben wir also auch fast immer gepunktet.

NZ: Es klingt so, als hätten Sie wieder Spaß gefunden. In der vergangenen Saison wirkte das nicht immer so.

Jiranek: Die neue Umgebung hat mir gutgetan. Ich hatte in der letzten Saison alles auf meinen Schultern, Trainer und Sportdirektor. Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben, wir haben immerhin die Playoffs erreicht, auch wenn wir damit nicht unser großes Ziel geschafft haben. Aber so schlecht war die Saison auch nicht.

NZ: Sie hatten immer den Eindruck erweckt, den Karren in der Doppelfunktion aus dem Dreck ziehen zu wollen. War das im Nachhinein ein Fehler?

Jiranek: Ich war nicht alleine bei diesen Entscheidungen. Aber ich möchte darüber gar nicht mehr viel reden und nach vorn schauen. Ich wünsche Nürnberg alles Gute, da sind gute Leute am Werk mit einer guten Mannschaft.

Fragen: Florian Jennemann

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