Junge kämpft für Profibasketball in Nürnberg

2.6.2016, 18:19 Uhr
Hat mit rent4office noch lange nicht abgeschlossen: Trainer und Sportdirektor Ralph Junge

Hat mit rent4office noch lange nicht abgeschlossen: Trainer und Sportdirektor Ralph Junge © Sportfoto Zink / Wozi

Am Donnerstag schockte die Meldung, dass rent4office Nürnberg kurz vor dem Aus stehe, die Basketballszene in Franken. Es heißt, den Geldgebern fehle es an der notwendigen Perspektive, daher sei die kommende Spielzeit nichtmehr zu stemmen. Nach Informationen der Nürnberger Nachrichten soll den Angestellten des Vereins bereits gekündigt worden sein.

Etwa 600.000 Euro wird es brauchen, schätzt Ralph Junge, der Sportdirektor und Trainer von Nürnbergs Zweitliga-Basketballern, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten und ein weiteres Jahr in der ProA bestreiten zu können - "wobei man dann wohl lediglich um den Klassenerhalt spielt", wie er ergänzt; "überrumpelt“ hat auch Junge sich in den vergangenen Tagen gefühlt, dann aber schnell wieder beschlossen, nicht in Lethargie zu verfallen. Einen "Nach-vorne-Gucker" nennt er sich - selbst in dieser schwierigen Zeit. Zumindest kündigt Junge an: "Ich werde die Flinte nicht so einfach ins Korn werfen."

Auch die Anhänger geben nicht kampflos auf: Bei Facebook hatten sich die Fans am Donnerstag unter dem Motto "Nürnberg braucht Profibasketball!" organisiert. Bis Donnerstagabend fanden sich schon an die 400 Unterstützer für diese Kampagne. Ob sie etwas gebracht hat, wird womöglich schon der Freitag zeigen, wenn der Verein eine Stellungnahme abgeben will.

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