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Kapitän Reimer über die neue Identität der Ice Tigers

Das Team befindet sich in der Vorbereitungsphase - 09.08.2019 08:56 Uhr

Der Kapitän äußert sich zur möglichen neuen Identität seiner Tiger. © Sportfoto Zink / ThHa


Ohne den 34-Jährigen machen die Nürnberger zurzeit auf der glatten Oberfläche reichlich Meter. Kleinendorst setzt auf eine sehr laufintensive Spielweise. Drei Stürmer und ein Verteidiger sollen sich immer in die Angriffe einschalten, darauf müssen die Beine ausreichend vorbereitet werden. "Ja wir laufen durchaus sehr viel. Aber das Schöne ist, dass man es in Übungen verpackt, dann ist es nicht ganz so schlimm, wenn man das Gefühl hat, man darf zumindest die Scheibe noch berühren", sagt Kapitän Patrick Reimer. "Das hat nichts zu tun mit plumpem Start und Stopp am Trainingsende, so ist es definitiv attraktiver". Nur am Dienstag beim Laktattest war der Spaßfaktor dem Vernehmen nach recht eingeschränkt, weil da kein Puck in der Nähe war.

Passend zu seinen Vorstellungen hat Kleinendorst auch die Spieler aus Nordamerika ausgesucht, die neu bei den Ice Tigers sind. "Ich möchte eine Mannschaft, die viel läuft, deswegen habe ich Leute ausgewählt, die viel Talent haben und gute Schlittschuhläufer sind, die aber auch verteidigen können", erzählt der 58-Jährige über die Kriterien, die ihm wichtig sind.

Vorne Druck machen, hinten mitarbeiten, damit dürfte der gefährliche, fleißige Reimer keine Probleme haben. In jüngerer Vergangenheit spielte Nürnberg unter Rob Wilson eher defensiv, unter Martin Jiranek abwartend bis zögerlich. Den Schritt hin zur Angriffslust sieht Reimer positiv: "Ich habe es immer als angenehmer empfunden, wenn ich Druck machen kann. Es ist schön, wenn man nicht nur darauf wartet, was der Gegner macht. Wenn das die neue Identität der Ice Tigers ist, bin ich absolut davon überzeugt, dass es funktionieren kann."


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Im Sommer hat Reimer, der in sein letztes Vertragsjahr in Nürnberg geht, einige Festivals besucht, beim Southside in Neuhausen ob Eck gehörte er ganz unprätentiös zu den Campern, schlief wie jeder andere auch im Zelt, bei Rock im Park in Nürnberg bevorzugte er dank des Heimvorteils sein Bett. Reimers musikalisches Highlight des Festivalsommers, die Foo Fighters des ehemaligen Nirvana-Schlagzeugers Dave Grohl,spielten allerdings beim Southside. "Die waren sehr überzeugend", schildert der olympische Silbergewinner von Pyeongchang 2018.

Für die Ice Tigers galt dieses Prädikat 2018/2019 nicht. Wirklich rund lief es nur selten, die Nürnberger befanden sich auch wegen vieler Verletzungen gefühlt in einer Art Dauerkrise, die von einige Höhepunkten wie dem 4:3-Sieg in der Champions Hockey League über das europäische Spitzenteam Oulu aus Finnland oder dem Auftritt beim traditionsreichen Spengler Cup rund um den Jahreswechsel in Davos durchsetzt war.

Die Identität verloren

"Ich glaube, in der letzten Saison hatten wir auch so ein bisschen die Identität verloren, davor war sie defensiver. Aber ich glaube, wir werden auf jeden Fall alle Spaß daran haben, nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer", so Reimer über die neue Ausrichtung.

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Für die außersportliche, die sich mit dem auslaufenden Vertrag mit Thomas Sabo ergibt, ist Reimer nicht bange. "Es geht eine Ära zu Ende mit Thomas, der viel getan hat für das Nürnberger Eishockey. Aber auf der anderen Seite geht auch da das Leben weiter. Jetzt muss man schauen, dass man das Ganze auffangen kann. Die Möglichkeiten in der Region sind definitiv gegeben, es gibt genug potenzielle Sponsoren, da muss man jetzt seinen Hausaufgaben machen. Aber ich glaube, dass wir auch da mittlerweile gut aufgestellt sind." 

Florian Jennemann

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