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Karlsruhe und Margreitters Zeh beschäftigen den Club

FCN will "undankbare" Hausaufgabe gegen das Schlusslicht erfolgreich lösen - 30.03.2017 13:59 Uhr

Es ist nicht der Zeh der Nation, aber zumindest der Zeh der Region: Abwehrchef Georg Margreitter wird gegen den KSC möglicherweise verletzungsbedingt passen müssen.

29.03.2017 © Sportfoto Zink / WoZi


Dennis Lippert ist am Kreuzband operiert worden, "den Nackenschlag", wie er sagt, spürt Michael Köllner noch immer. "24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche" will der Trainer des 1. FC Nürnberg für den unglücklichen Verteidiger da sein, den ganzen Club sieht Köllner gefordert, "jeden Tag alles zu tun", auch dafür, "dass Dennis positiv bleibt".

"Djakpa weiß, wie die Dinge laufen"

Die Kollegen haben am Freitagabend eine schöne Gelegenheit dazu, wenn der Karlsruher SC im Nürnberger Stadion vorspielt. Unter den erwarteten 25.000 Zuschauern könnte Dennis Lippert sein, was er zu sehen bekommen soll, umschreibt Köllner so: "Mit gutem Fußball die Leute hinter sich bringen" soll die Mannschaft, für die Winter-Neuzugang Constant Djakpa vermutlich zum zweiten Mal von Beginn an spielen wird – als Vertreter von Lippert, Laszlo Sepsi kommt dafür noch nicht wieder in Frage. "Er ist ein abgezockter Profi und weiß, wie die Dinge laufen", sagt Köllner über den 30 Jahre alten Ivorer, der acht Jahre lang für Leverkusen, Hannover und zuletzt Eintracht Frankfurt in der Bundesliga spielte, ehe ihn die Hessen im Sommer 2016 in die Arbeitslosigkeit entließen.

Djakpa "bereitet sich Woche für Woche seriös auf einen Einsatz vor", sagt Köllner, "er steht Gewehr bei Fuß", Bedenken hat der Trainer keine. Das Nürnberger Durchschnittsalter steigt damit weiter ein wenig an, verletzungsbedingte Absenzen wirken sich auf die Altersstruktur aus. Im Tor steht weiterhin Routinier Raphael Schäfer, weil Thorsten Kirschbaum erst vollständig regenerieren soll, ein weiterer (Ex-)Rekonvaleszent bietet sich immerhin wieder an, Cedric Teuchert könnte für die kompakte Fußball-Woche mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen (am Dienstag geht es nach Hannover, am Freitag darauf gegen St. Pauli) wieder eine Alternative sein.

"Richtig Bock auf Fußball"

Ob es am Freitag zu weiteren Umstellungen kommt, ließ Köllner offen. Abwehrchef Georg Margreitter plagt ein verletzter Zeh, ob es für einen Einsatz reicht, ist fraglich. Denkbar, sagt Köllner, sei auch eine Formation mit einer Dreier-Abwehrkette. "Undankbar" nennt der Coach die Aufgabe gegen die auf den letzten Rang abgerutschten Karlsruher, Qualität und Anspruch der Badener stünden im Gegensatz zu ihrer Platzierung. Ob das auch für Nürnberg gilt, wird sich vielleicht schon bald herausstellen. Ein bisschen weiter nach oben soll es schließlich gehen – "richtig Bock auf Fußball", verspricht Köllner, hätten sie alle.

Hans Böller

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