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Kein Bikini in Katar: Beach-Ass beschwert sich nicht

Shirt und knielange Hose? "Das ist kein Beinbruch", findet Laura Ludwig - 23.02.2021 13:53 Uhr

Ein Politikum? Laura Ludwig (rechts) nimmt die Kleidervorschriften in Katar sportlich. 

13.08.2016 © Sebastian Kahnert (dpa)


"Über die Klamotten haben wir uns nicht beschwert", sagte die 35-jährige Ludwig in der am Dienstag veröffentlichen Folge des Olympia-Podcasts der ARD-Sportschau.

Die katarischen Behörden hatten für die Wettkämpfe vom 8. bis 12. März festgelegt, dass Spielerinnen in Shirts und knielangen Hosen starten sollen statt wie sonst üblich im Sport-Bikini. Katars Volleyball-Verband QVA wies am Dienstag diesbezügliche Berichte zurück. "Wir möchten klarstellen, dass wir keine Forderung stellen, was Athleten bei der Veranstaltung tragen sollen", hieß es in einer Erklärung.

Auf der Internetseite des Weltverbandes stehen aber die Vorschriften fürs Turnier, wo unter dem Punkt "Wichtiger Hinweis für die Frauen-Bekleidung" eine Abbildung von T-Shirt und knielanger Hose zu sehen ist. Daraufhin hatte das deutsche Top-Duo Karla Borger/Julia Sude seine Teilnahme abgesagt.

Zugeknöpft in der Wüste

"Wir wollen Probleme in dem Land nicht verschweigen, aber den Sport in den Mittelpunkt rücken. Wir freuen uns tierisch auf das Turnier", sagte Ludwig, die 2016 in Rio de Janeiro mit ihrer damaligen Partnerin Kira Walkenhorst die olympische Goldmedaille gewonnen hatte. Das Turnier im Wüstenemirat ist vielleicht die einzige Möglichkeit, vor dem Olympia-Wettbewerb Spielpraxis auf hohem Niveau zu bekommen. Zudem brauchen viele Damen-Teams noch Punkte für die Olympia-Qualifikation. Ludwig/Kozuch sind derzeit 15. des Olympia-Rankings. 16 Startplätze gibt es in Tokio.

Vielleicht sei es auch "mal gut, seine Haut vor der Sonne zu schützen", sagte Ludwig. Sie betonte, gerne im Bikini anzutreten. Es nicht zu tun, sei "aber kein Beinbruch".

+++ Bikinis in Doha verboten - ein Kommentar +++

dpa

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