"Kein geschlossener Eindruck": Reuter kritisiert den FCN

5.5.2014, 10:34 Uhr
Stefan Reuter hat mit dem FC Augsburg gut Lachen. Die Fuggerstädter haben noch Chancen auf eine Europapokalteilnahme.

Stefan Reuter hat mit dem FC Augsburg gut Lachen. Die Fuggerstädter haben noch Chancen auf eine Europapokalteilnahme. © Sportfoto Zink / DaMa

Konkret spricht Reuter die Entlassung von Gertjan Verbeek an. "In so einer Situation ist es schwer, einen neuen Reiz zu setzen. Ich war überrascht, dass man dann einen Trainer aus den eigenen Reihen nimmt", erklärte Reuter am Sonntagabend in der TV-Sendung Blickpunkt Sport. Wenn man schon auf diese Weise die Reißleine ziehen müsse, so der 47-Jährige weiter, dann hätte man besser auf einen erfahrenen Coach zurückgreifen müssen. Einen, "der so eine Situation schon mal erlebt hat."

Er persönlich hätte einen Typ wie Hans Meyer in dieser Phase vorgezogen. Reuter verweist auf eigene Erfahrungen als Dortmunder, als Matthias Sammer im Jahr 2000 gemeinsam mit Udo Lattek die Mannschaft übernommen hat. "Da merkt man schon: Ein erfahrener Trainer kann beruhigend wirken und nimmt auch viel Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. So kann sich die Mannschaft dann in Ruhe auf ein Spiel vorbereiten."

Auch die Club-Profis bekommen bei Reuter ihr Fett weg. "Am meisten gestört hat es mich, dass nach den Tranerwechsel negative Aussagen aus der Mannschaft kamen. Das ist kein gutes Zeichen." Damit spielt der FCA-Macher wohl auf die Äußerungen von Josip Drmic an, der sich von Verbeeks Demission schwer enttäuscht gezeigt hatte. Und überhaupt: "Die Mannschaft macht im Moment keinen geschlossenen Eindruck, stemmt sich irgendwie nicht dagegen."

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