Klare Angelegenheit: Brose Bamberg fertigt Tübingen ab

14.4.2018, 22:28 Uhr
Jubel bei Nikolaos Zisis, Daniel Hackett und Dorell Wright: Bamberg schlägt Tübingen.

Jubel bei Nikolaos Zisis, Daniel Hackett und Dorell Wright: Bamberg schlägt Tübingen. © Sportfoto Zink / HMI

Obwohl die Bamberger ihrem Gegenüber aus Tübingen personell auf allen Positionen deutlich überlegen waren, konnten sie im ersten Durchgang kein richtiges Kapital daraus schlagen. Einerseits machte man sich mit Unkonzentriertheiten, die vor allem in der Anfangsphase zu einigen Ballverlusten führten, selbst das Leben unnötig schwer. Anderseits traten die Tigers nach ihrem feststehenden Abstieg befreit auf und hatten insbesondere von "downtown" eine hohe Trefferquote.

Deshalb dürften sich einige Fans zunächst angesichts des Rückstandes verwundert die Augen gerieben haben. Erst mit Ablauf der siebten Spielminute konnten die Brose-Boys, die ihre Angriffe ohne Turnover mit hoher Trefferquote abschlossen, erstmals in Führung gehen. Richtig ins Spiel fand der Meister dann mit Beginn des Schlussviertels, als man auch defensiv eine deutliche Schippe drauf legen konnte. Dank der individuellen Klasse von Barry Stewart blieb Tübingen aber zumindest offensiv weiter treffsicher und somit im Spiel - zur Pause konnten sich die Hausherren "nur" ein Acht-Punkte-Polster (50:42) erspielen.

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Gästen an, dass sie bemüht waren, an ihre gute erste Halbzeit anzuknüpfen. Doch Bamberg stand defensiv weiter hervorragend und ließ die Schwaben, denen zusehends die Kräfte zu schwinden schienen, hart für jeden Punkt arbeiten. Auf der Gegenseite spielte Bamberg - unabhängig von Tübingens Defensivformation - seine körperlichen Vorteile aus und hatte weiter eine hohe Trefferquote.

"Jugend forscht" bei Brose Bamberg

Auch mit einer stetig wachsenden Führung im Rücken ließen die Brose-Boys in Sachen Intensität nicht nach und nahmen überforderte Schwaben, die sich vor allem im dritten Viertel zu viele Ballverluste erlaubten und Bamberg so zu zahlreichen Fastbreaks einluden, mehr und mehr auseinander. Bis auf 37 Zähler (93:56, 37. Min.) zog der Meister davon und ließ erst in den letzten zweieinhalb Minuten etwas nach. Hier nutzte Coach Banchi die Zeit, um den Nachwuchskräften - darunter auch Nicolas Wolf, der bei seiner BBL-Premiere zwei Punkte erzielte - mehr Einsatzzeiten zu geben. Am klaren Erfolg der Domstädter, die in jeder Kategorie ein deutliches Übergewicht hatten, änderte dies aber nichts mehr: 97:63.

Brose Bamberg: Wright (16 Punkte), Mitrovic (16), Musli (14), Radosevic (12), Hackett (11), Lô (10), Nikolic (7), Olinde (5), Zisis (4), Wolf (2), Staiger, Edigin
Walter Tigers Tübingen: Stewart (15), Theis (11), Heyden (11), Mönninghoff (10), Lee (8), Upshaw (6), Jordan (2), Zinn, Mampuya

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