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Kleeblatt-Defensive: Schließt Youngster Bauer die Lücke?

18-Jähriger hat im Trainingslager überzeugt und darf sich Hoffnungen machen - 26.07.2018 06:18 Uhr

Wird der 18-jährige Maximilian Bauer zu einer echten Alternative für die Fürther Hintermannschaft? Wenn es nach Rachid Azzouzi geht, ist dies durchaus denkbar. © Sportfoto Zink / WoZi


Das Trainingslager in der Steiermark liegt nun schon eine halbe Woche zurück. Eine der ersten Erkenntnisse verkündet Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi auf Nachfrage: Brem Soumaoro, der 21-jährige Defensivspezialist aus den Niederlanden, ist durchgefallen. 

"Er hat das ganz ordentlich gemacht", beschreibt Azzouzi die Eindrücke der fünf Tage, in denen Soumaoro mittrainierte, "aber es wäre noch viel Arbeit mit ihm." Ein weiterer Probespieler solle nicht mehr kommen, "wir haben aber noch viel Zeit bis zum Ende der Transferphase". 

Gesucht wird ein Allrounder, der auf der Sechs und in der Innenverteidigung helfen kann. Denn Spielführer Marco Caligiuri – das zeigte der Muskelfaserriss in dieser Vorbereitung – wird mit seinen 34 Jahren wohl keine 34 Spieltage mehr durchhalten. Die Zeichen stehen zwar gut, dass er zum Saisonstart am 4. August fit ist, doch Azzouzi tut gut daran, an Ersatz zu denken.

Azzouzi von Bauer angetan

Darauf angesprochen, dekliniert er die Alternativen durch: Richard Magyar und Mario Maloca bilden derzeit das Ersatzduo, Lukas Gugganig war zumindest in der Vorsaison auf der Sechser-Position besser. "Und was ist mit Maxi Bauer?", stellt Azzouzi seinem Gegenüber eine rhetorische Frage. "Der Junge macht es richtig gut." In der Tat. Der 18-Jährige ist noch in der A-Jugend spielberechtigt, doch Anlaufschwierigkeiten im Erwachsenenfußball ließ er im Trainingslager nicht erkennen.

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Zurecht sagt er selbstbewusst nach dem Testspiel gegen die im Durchschnitt gleichaltrigen Talente des FC Liefering (0:2): "Die waren nur frischer und eingespielter." Wie auch Kleeblatt-Stürmer Daniel Steininger enstammt er der niederbayerischen Kaderschmiede der Spielvereinigung Grün-Weiß Deggendorf. Vor vier Jahren zog er ins Kleeblatt-Internat, machte hier seine Mittlere Reife und konzentriert sich "jetzt erst mal ein bis zwei Jahre auf Fußball". Sollte er dann noch keine Profikarriere gestartet haben, wolle er sich um eine Ausbildung kümmern oder auf die Fos gehen.

Bauer weiter bei Profis dabei

Erstmals ließ ihn Profi-Trainer Damir Buric im März mit der A-Mannschaft trainieren, nun ist der Plan: "Spiele und Abschlusstraining mit der U23, unter der Woche bei den Profis". In der vergangenen Saison war er Teil der U19-Mannschaft, die aus der Bundesliga Süd/Südwest abstieg. Ein Makel in der noch jungen Karriere? "Klar war das nicht schön. Aber man kann da auch sehr viel mitnehmen." Zum Beispiel sei jene Mannschaft in dieser schwierigen Zeit "näher zusammengerückt", zudem wisse er jetzt, welche Fehler er nicht wiederholen dürfe. Grundsätzlich aber richtet er nun seinen Blick nach vorne – und auf den Teller der Kleeblatt-Profis. "Ich schaue mir ab, wie sie sich ernähren, wie sie regenerieren."

Am Freitag, wenn die erste Mannschaft ein Testspiel bei Eintracht Frankfurt – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – austrägt, wird er aber wieder bei der U23 sein.  

Martin Schano Fürther Nachrichten E-Mail

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