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Kleeblatt-Gegner-Check: In Sandhausen herrscht Zufriedenheit

Die Badener sind weg von den letzten Stufen der Kellertreppe - 04.06.2020 20:27 Uhr

Beim Club, in Hamburg und Bremen war es ihm nicht gelungen: Erst in Sandhausen konnte Dennis Diekmeier sein erstes Profitor bejubeln.

© Ronald Wittek, dpa


So ist die Lage: Zum Neustart nach der Corona-Pause hakte es noch ein bisschen beim SV Sandhausen, der (Freitag, 18.30 Uhr im Live-Ticker auf nordbayern.de oder beim Pay-TV-Sender Sky) am Fürther Laubenweg gastiert. Auf eine 1:3-Niederlage in Aue folgte ein torloses Remis gegen Jahn Regensburg. Doch zuletzt fuhr das Team von Trainer Uwe Koschinat mit einem 1:0 beim SV Wehen Wiesbaden und einem 3:1 gegen Hannover 96 zwei Siege in Serie ein. In der Tabelle ist man Elfter und damit äußerst zufrieden.

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Später Schock in Sandhausen: Fürth geht am Hardtwald leer aus

Trotz zweimaliger Führung gelingt es der SpVgg Greuther Fürth nicht, zählbares aus Sandhausen mitzunehmen. Kurz vor Schluss kassiert die Leitl-Elf noch das entscheidende Gegentor zum 2:3 und verpasst somit den Sprung auf Tabellenplatz vier. Hier sind alle Bilder zur Last-Minute-Pleite der Spielvereinigung!


Top & Flop: Nach dem missglückten Neustart nach der Saisonunterbrechung war die Stimmung ziemlich trist. Das 1:3 in Aue markierte die achte Partie in Folge ohne einen Sieg für die Badener. Sandhausen war auf der Kellertreppe der Tabelle schon bedrohlich nahe an den letzten Stufen angelangt. Doch eine leichte Umstellung sorgte in den darauf folgenden Begegnungen für frischen Wind. Über die Außenbahnen geht der SVS nun offensiver an die Sache ran, lässt auch die Verteidiger vorne mitmischen. Schon sind die nicht übermäßig torgefährlichen Schwarz-Weißen im Angriff deutlich besser unterwegs.

Ziemlich ärgerliches Ende im Hinspiel fürs Kleeblatt

Trainer Stefan Leitl

Im Fokus: Sandhausens Torhüter Martin Fraisl gehört in der zweiten Liga zu den besseren seiner Zunft und verdient sich regelmäßig gute Noten. Für einen Keeper nicht ganz ungewöhnlich hat er noch kein Spiel verpasst und ist die klare Nummer eins im Kasten des SVS. Dieser hat nur 37 Treffer kassiert, was zwar noch immer elf mehr sind als der Liga-Bestwert von Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Für eine Mannschaft, die zu denjenigen zählt, die in erster Linie die Klasse sichern müssen, ist es dennoch eine respektable Zahl.

Das Hinspiel: Fürth begann gar nicht so schlecht an jenem 9. November 2019 im Stadion am Hardtwald zu Sandhausen. Julian Greens Freistoß zum 1:0 hinterließ Eindruck bei den Gastgebern, wurde von Kevin Behrens aber ausgeglichen. Der Schwede Branimir Hrgota schoss das Kleeblatt zwar mit 2:1 erneut in Führung, danach jedoch profitierten die Gastgeber von Unachtsamkeiten der Spielvereinigung, die sich zunehmend häuften. Ein weiteres Tor von Behrens und der Siegtreffer zum 3:2 für Sandhausen in der Nachspielzeit durch Aziz Bouhaddouz markierten das für die Franken ziemlich ärgerliche Ende.

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Stefaniak sticht für Fürth: Das Chancen-Feuerwerk am Bölle in Bildern!

Eine wahre Achterbahnfahrt verfolgte Kleeblatt-Coach Stefan Leitl am Freitagabend in Darmstadt. Nach einer relativ ereignislosen ersten halben Stunde häuften sich die Chancen auf beiden Seiten. Nach zwei eigenen Riesenmöglichkeiten ging allerdings der Gastgeber in Führung und hätte mit einem fraglichen Elfmeter sogar auf 2:0 erhöhen können. Mit der Einwechslung von Marvin Stefaniak bewies Leitl dann ein gutes Händchen, für mehr als einen Zähler reichte es aber dennoch nicht mehr. Hier sind die Bilder des Spiels!


Wer/Was ist neu? In Sachen Personal hat sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen nicht viel geändert. Einen neuen Namen präsentierte der SVS seinen Fans in der Winterpause nicht. Neu ist allerdings etwas, womit im deutschen Profifußball viele gar nicht mehr gerechnet hatten: Dennis Diekmeier kann Tore schießen. Einst im Trikot von Werder Bremen, dem Hamburger SV und auch dem 1. FC Nürnberg im Einsatz, fehlte dem Außenverteidiger nach 263 Einsätzen in der ersten und zweiten Liga immer noch ein Treffer. Beim SV Wehen Wiesbaden schoss Diekmeier am 26. Mai das Siegtor zum 1:0. Den beinahe historischen Durchbruch wird der 30-Jährige, der aus dem niedersächsischen Thedinghausen stammt, ganz sicher nicht vergessen. Schließlich hatte er lange genug darauf warten müssen.

Territorium begrenzt? Weiße Kreise auf dem grünen Rasen

Und sonst so? Sandhausen liegt acht Kilometer südlich von Heidelberg, und genau dort hatte man sich am Pfingstwochenende etwas einfallen lassen: Um den vorgeschriebenen Mindestabstand in Corona-Zeiten auch auf den Wiesen am Ufer des Neckars einhalten zu können, hatte die Stadt weiße Kreise auf den Grünflächen markiert, so dass jeder sein Territorium und das der anderen gut im Blick behalten konnte. Grenzüberschreitungen waren sofort ersichtlich. Den Heidelbergern gefiel die markante Hilfestellung. Dass sich der SVS deswegen aus Gewohnheit heute nicht aus dem Mittelkreis bewegen wird, ist nicht zu erwarten.

Florian Jennemann

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