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Kleeblatt vor Heidenheim: Leitl wünscht sich mehr Ertrag

Der Trainer der SpVgg Greuther Fürth lobt dennoch die Entwicklung der Mannschaft - 30.11.2019 12:18 Uhr

Voith-Arena statt Derby-Atmosphäre (wie auf diesem Bild): In Heidenheim erwartet Trainer Stefan Leitl und das Kleeblatt wieder der Zweitliga-Alltag. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Ein Grunddilemma der Fürther in dieser Saison hatte das 265. Franken-Derby noch einmal deutlich vor Augen geführt: Das Team von Trainer Stefan Leitl dominierte den Rivalen zumindest in der ersten Halbzeit, schaffte es aber zu selten, sich aus dieser Überlegenheit genug zwingende Chancen zu kreiieren. Und schoss dementsprechend auch keine Tore. Diesmal stand am Ende ein 0:0, ganz ähnliche Spiele, wie das in der Woche zuvor beim SV Sandhausen (2:3), gingen aber auch schon verloren.

Vor der Partie gegen Heidenheim war es Leitl aber noch einmal wichtig zu betonen, dass die grundsätzliche Richtung in seinen Augen stimme. "Der Ertrag ist nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir könnten mehr Punkte haben. Aber die Entwicklung der Mannschaft passt", sagte er.

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An der Einstellung hat es nicht gelegen, vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Fürther eine engagierte Leistung. Ein Tor wollte ihnen aber - ebenso wie dem Rivalen aus Nürnberg - nicht gelingen. NZ-Redakteur Florian Pöhlmann hat die Leistungen der Kleeblatt-Spieler bewertet.


"Sollten ehrgeizig sein"

Direkt nach dem Derby hatte sich in der Mixed Zone des Sportpark Ronhofs auch Innenverteidiger Mergim Mavraj zu Wort gemeldet. Der 33-Jährige, den die Fürther im Sommer nicht zuletzt auch als Führungsspieler zurück geholt hatten, appellierte dabei in deutlichen Worten an seine Teamkollegen. „Wir sollten ehrgeizig sein und uns nicht mit dem 0:0 zufriedengeben, sondern danach lechzen, dass wir jedes Spiel eintüten“, sagte er. Und: "Es gibt viele ambitionierte Spieler bei uns. Aber du musst selbst Bock haben. Du musst es selbst wollen, den nächsten Schritt zu gehen. Dann springt der Funke von einem auf den anderen über.“

Worte, die einem Trainer eigentlich gefallen müssten. Und es wohl auch getan haben.  "Das ist ja das, was wir Woche für Woche ansprechen. Jetzt hat es mal ein Spieler gesagt. Das ist ein Prozess, den wir anschieben wollen und seit dem Sommer permanent in die Mannschaft reintragen", antwortet Leitl auf die Frage, ob er Mavrajs Thesen zustimme.

Keine Wohlfühl-Atmosphäre

Dem Eindruck, in Fürth herrsche bisweilen eine Wohlfühl-Atmosphäre und man sei deshalb manchmal zu schnell zufrieden, tritt der Trainer aber entgegen. "Wir sind ein sehr familiärer Verein und wollen das auch leben. Wenn sich die Spieler bei einem Verein wohlfühlen, sind sie auch leistungsfähiger." Im Gegenteil, in der medialen und öffentlichen Wahrnehmung komme sein Team eher zu negativ weg: "Ich finde, dass meine Mannschaft in manchen Dingen schlechter gesehen wird, als sie auf dem Platz ist."

Gegen Heidenheim steht Leitl beinahe der gleiche Kader zur Verfügung wie gegen den Club. Lediglich Nachwuchsspieler Robin Kehr, beim Derby auf der Bank, hat sich unter der Woche im Training eine leichte Muskelverletzung zugezogen, und wird geschont. Julian Green befindet sich nach seinem Teilabriss des Innenbandes im Knie im Reha-Training. Auch für Maximilian Sauer kommt nach seiner Knieverletzung ein Einsatz noch zu früh.

"Ein Spiel auf Augenhöhe"

Heidenheim (6., 20 Punkte) liegt in der Tabelle einen Punkt und einen Platz vor dem Kleeblatt (7., 19 Punkte). Wenig überraschend erwartet Leitl deshalb "ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams haben einen ähnlichen Spielansatz. Es wird ein sehr dynamisches und temporeiches Spiel werden und viel von der Tagesform abhängen", sagt er.

Das Feld in der 2. Bundesliga liegt nach wie vor eng zusammen. Will Fürth an den oberen Tabellenplätzen bleiben, ist die Partie gegen Tabellennachbar Heidenheim also nicht ganz unwichtig. Und die passende Gelegenheit, um sich, wie es im Fußballdeutsch so schön heißt, für die eigene Leistung auch wieder "zu belohnen."

 

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