Kommentar: Die Handball-WM als Moustafas Denkmal

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Peter Schulze-Zachau

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13.1.2021, 12:11 Uhr
 Hassan Moustafa, Präsident des Internationalen Handballverbandes, trotzt allen Kritikern.

 Hassan Moustafa, Präsident des Internationalen Handballverbandes, trotzt allen Kritikern. © Soeren Stache, dpa

Funktionäre und Sportler kritisierten das Turnier heftig und bleiben ihm fern, und das ist nur allzu nachvollziehbar. Bis zuletzt wollte der Weltverband IHF Zuschauer in die Hallen lassen, schwenkte erst nach massivem Druck der Mannschaftskapitäne, also der Topstars der Branche, um. Drei Tage vor dem Eröffnungsspiel. Am aufgeblähten Modus mit erstmals 32 Teams hielt Hassan Moustafa, der ägyptische Präsident des IHF, hingegen fest.

Es bleibt der Eindruck, dass sich hier jemand nach zwei Jahrzehnten Funktionärstätigkeit im Handball ein Denkmal setzen möchte. Mit der größten WM aller Zeiten. Dem Sport und den Athleten ist zu wünschen, dass dieser Schuss nicht nach hinten losgeht und dass das Turnier auf dem Höhepunkt einer Pandemie ohne größere Zwischenfälle über die Bühne geht. Gesucht wird immerhin ein neuer Weltmeister. Der Corona-Weltmeister.

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