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Kommentar: Personelle Konsequenzen beim FCN sind unvermeidlich

Der Club muss in die Relegation - und bekommt eine letzte Chance - 29.06.2020 06:03 Uhr

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Naiv, eifrig und ungestüm in Kiel: Der FCN in der Einzelkritik

Zwei Sechser, vier Vierer, fünf Fünfer: Die Noten, die NZ-Redakteur Stefan Jablonka den Club-Profis für das 1:1 in Kiel gibt, reichen in der Schule nicht für eine Versetzung. Der FCN muss darum nachsitzen - hoffentlich gibt es dann bessere Zensuren als diesmal für Mathenia, Hack, Behrens und Co.


Nur gut, dass es noch den Hamburger SV gibt. Dessen groteskes Scheitern im Endspurt dürfte bundesweit den meisten Spott auf sich ziehen. Dabei steht ein gewisser 1. FC Nürnberg dem zur Lachnummer mutierten einstigen Bundesliga-Dino in seinem desaströsen Tun kaum nach. Angetreten, um zumindest im Vorderfeld der 2. Liga mitzumischen, endet die reguläre Saison für den Club auf dem Relegationsrang. Was ja gar nicht so schlecht wäre, würde es sich nicht um die Abstiegsrelegation handeln. Ohne die erhoffte Fürther Schützenhilfe war das 1:1 in Kiel dank einer zuvor fahrlässig verhunzten Tordifferenz zu wenig.


Der FCN ist dabei: Alle Infos zur Relegation im Überblick


Und es steht zu befürchten, dass das finale Frustkapitel erst noch geschrieben wird. Denn egal, welcher ambitionierte Herausforderer nun wartet, einen letzten Kraftakt für den Klassenerhalt mag man dieser labilen Ansammlung an Einzelspielern kaum mehr zutrauen. Objektiv betrachtet wäre der Durchmarsch in die Drittklassigkeit auch nur logische Konsequenz einer Katastrophensaison, die selbst den erklärten Spezialisten für Fußballkatastrophen historisch schlecht aussehen ließ.

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"Corona-Zeit war die schönste Zeit als Club-Fan": Das sagen die Fans

Guter Anfang, schwache Fortsetzung: Nach dem 1:1 gegen Kiel sind die Club-Fans vom Spielverlauf enttäuscht. Für den Klassenerhalt hat der 1. FC Nürnberg noch eine letzte Chance in der Relegation - einige Zuschauer haben noch Hoffnung.


Schon der trostlose Bundesliga-Abstieg 2019 war keineswegs ein so unabwendbares Schicksal, wie es gerne suggeriert wurde, konnte aber noch generös verziehen werden. Der Weg, den der Club 100 Jahre nach seiner ersten Meisterschaft dann genommen hat, dürfte Stuhlfauth & Co. aber in ihren Gräbern rotieren lassen. Mit Robert Palikuca installierte der Aufsichtsrat auf dem elementar wichtigen Posten des Sportvorstands einen ehrgeizigen Rookie, der prompt bei der Kaderplanung überfordert war und auch bei der Wahl seiner Trainer daneben lag. Weder dem spröden Damir Canadi noch dem emotionslosen Jens Keller gelang es, den mit nicht wenig Geld zusammengewürfelten Haufen zu einem funktionierenden Kollektiv zu formen.

Nun steht der Verein vor einem Balanceakt am Abgrund. Als wäre die Corona-Krise nicht schon Bürde genug, würde das Geldgrab 3. Liga den mühsamen Konsolidierungskurs ad absurdum führen, mit wohl existenziellen Folgen. Doch selbst wenn das Worst-Case-Szenario abgewendet werden kann, sind personelle Konsequenzen unvermeidlich. Die Frage ist nur, ob man sie nicht gleich ziehen sollte. Denn anders als dem HSV bleibt dem Club noch: eine letzte Chance.

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Remis reicht nicht: Die Kiel-Katastrophe des FCN in Bildern!

Der 1. FC Nürnberg muss in die Relegation! Dabei hat das Gastspiel an der Förde so gut begonnen. Einmal mehr beweist der FCN jedoch keine Nervenstärke - und hat zeitgleich auch noch Pech, dass Fürth im Parallelspiel gegen Karlsruhe verliert. Rettung verpasst! Hier kommen die Bilder!


Uli Digmayer

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