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Königstransfer auf Abwegen: Spielt Misidjan gegen Gladbach?

Niederländer zuletzt zweimal nicht im Kader - 25-Jähriger Option gegen Fohlen - 06.05.2019 09:12 Uhr

Beim Club wurde Virgil Misidjan in den letzten beiden Spielen außen vor gelassen. © Sportfoto Zink / DaMa


Auch am Samstag fehlte Virgil Misidjan offiziell wegen ungenügender Trainingsleistungen im 18 Mann starken Aufgebot, zum dritten Mal seit dem Trainerwechsel Anfang Februar. Schon gegen den FC Augsburg und den FC Bayern musste er zuschauen, was der einstige Königstransfer nicht so recht verstehen konnte.

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Jetzt wieder, obwohl sein Tempo durchaus hätte hilfreich sein können, gerade in der ersten Halbzeit, als der VfL phasenweise noch viel Platz gelassen hatte für Nürnberger Konter.

Schommers erwartet mehr

Irgendwie scheinen Boris Schommers und der Königstransfer des vergangenen Sommers aber gerade nicht besonders gut zu harmonieren. Beziehungsweise kann Misidjan nicht umsetzen, was der Interimstrainer von ihm fordert. Eine zwischenmenschliche Krise zur Unzeit.

Seine hartnäckigen Adduktorenprobleme hat Misidjan, der unter Schommers noch auf sein Startelf-Debüt wartet, längst auskuriert. Auch am Sonntag, bei der Einheit der Reservisten, hatte er offensiv berauschende Szenen und defensiv den einen oder anderen Aussetzer. Dass der Niederländer an einem guten Tag den Unterschied ausmachen kann, scheint gerade aber nicht zu zählen.

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In einem Gespräch unter vier Augen hat ihm sein Vorgesetzter noch mal ausführlich erklärt, was er erwartet. "Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu reden", sagt Schommers, "aber er muss sie auch im Training abrufen." Weil das offenbar in letzter Zeit nicht immer der Fall war, hatte Misidjan (Schommers: "Ein spezieller Spieler") seit Ende März öfter frei, als ihm lieb gewesen sein dürfte.

"Die Tür steht offen"

Ob er am Samstag, im ach so wichtigen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, wieder eine Option sein könnte, wird sich unter der Woche entscheiden. "Der Zug ist nicht abgefahren, die Tür steht offen", sagt Schommers, "durchgehen muss er aber schon selbst."

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Eventuell wird er aber auch einfach dringend gebraucht: Matheus Pereira hat sich am hinteren linken Oberschenkel verletzt, sein schmerzverzerrtes Gesicht hinterher verhieß wenig Gutes, eine genaue Diagnose stand am Sonntag aber noch aus. Sollte die eine oder andere Muskelfaser gerissen sein, dürfte die Saison für den Brasilianer beendet sein, in Wolfsburg musste außerdem Ewerton mit Leistenproblemen vorzeitig vom Feld.

Somit könnte die Anfangsformation erstmals nach fünf Spielen wieder anders aussehen. Talentierte Stürmer sind aber angeblich immer willkommen. 

Wolfgang Laaß E-Mail

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