Langensendelbach wird eine Minute zum Verhängnis

Kreisliga: Jetzt kommen nur noch Topspiele für die U23 des ATSV Erlangen

4.10.2021, 18:40 Uhr
Florjant Spahija von der ATSV-U 23 überspringt den Langensendelbacher Spielertrainer Patrick Hagen.

Florjant Spahija von der ATSV-U 23 überspringt den Langensendelbacher Spielertrainer Patrick Hagen. © Foto: Wolfgang Zink

Ohne Patrick Hagen und Dominik Zametzer auf dem Platz musste Langensendelbach die Herausforderung angehen.


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Während Ersterer eine Verletzung auskuriert, musste Zametzer seine Rotsperre vom vergangenen Spieltag absitzen. "Wir haben den Gegner so bekommen wie sonst wahrscheinlich nie. Deswegen haben wir uns schon ein bisschen gefreut, dass die Aufgabe dadurch vermeintlich leichter werden würde – doch auch so hat es LA wirklich gut gemacht und uns das erwartet schwere Spiel geliefert", zieht ATSV-Übungsleiter Wilhelm Satzinger seinen Hut vor der Leistung der Gäste.

Über 90 Minuten bot der ersatzgeschwächte SV den Erlangern einen harten Kampf und stellte den Tabellenzweiten vor schwere Aufgaben. "Wir waren ballbesitztechnisch zwar überlegen und haben die Richtung bestimmt, sie waren aber sehr diszipliniert und haben kaum etwas zugelassen. Vorne sind wir kaum durchgekommen", gesteht Satzinger.

Die verhängnisvolle Minute

Auch Langensendelbachs Spielleiter Christian Derfuß findet: "Eigentlich war das ein klassisches 0:0-Spiel. Wir hatten zwar ordentlich zu kämpfen, haben aber sehr gut verteidigt." Wäre da nicht die verhängnisvolle Minute nach dem Seitenwechsel gewesen: Kurz nach Wiederanpfiff passte die SV-Defensive ein paar Sekunden nicht auf, Bless Fiebig erlief einen Ball über die Kette und hob das Leder über den herauslaufenden Christian Böhmer hinweg.

"Da haben wir für eine Sekunde geschlafen und sie haben das eiskalt bestraft", ärgert sich Derfuß. Und so stand für den ATSV nach 90 Minuten der neunte Saisonsieg zu Buche, obendrein stellt das Team mit einem Torverhältnis von 37:9 sowohl den besten Angriff als auch die beste Verteidigung der Liga.

Kaum verwunderlich also, dass die Schützlinge von Coach Satzinger zu den Favoriten auf den Aufstieg gehören: "Ich gehe davon aus, dass sie mit aller Gewalt hoch wollen. Da die Erste in der Bayernliga spielt, macht das ja auch Sinn. Sie spielen einen top Fußball und ich denke, der ATSV wird am Ende das Rennen machen", sagt Derfuß.

Mit der bisherigen Leistung seiner Schützlinge kann er dennoch gut leben: "Wir sind zwar nicht gut gestartet und hatten am Anfang etwas Probleme. Jetzt sind wir aber gut in Form und daher sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf."

Viele können beim Aufstieg mitreden

Im Erlanger Lager freut man sich unterdessen über die Loblieder der Konkurrenz – von der Bezirksliga will der Trainer aber noch nichts wissen: "Ich bin schon zu lange im Geschäft und weiß, was da alles zusammenkommen muss. Neben der Qualität braucht man auch mal das Quäntchen Glück und vor allem darf man kein Verletzungspech haben. Das ist immer ein langer und steiniger Weg", sagt Satzinger.

Aus diesem Grund wolle man beim ATSV "erstmal in die Winterpause kommen und die Situation anschließend neu bewerten". Allgemein sieht der Übungsleiter ein breites Feld an Spitzenmannschaften in der Kreisliga: "Lonnerstadt gewinnt Sonntag für Sonntag und auch Ebermannstadt, Langensendelbach, Heßdorf, Möhrendorf und Tennenlohe können mit ein paar Siegen ganz vorne ranschnuppern", sagt der Trainerfuchs.


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In der kommenden Woche bekommt es der Tabellenzweite mit dem Nachbarn aus Tennenlohe zu tun, ehe das Aufeinandertreffen mit dem aktuellen Tabellenführer Lonnerstadt folgt. "Tennenlohe wird ein harter Brocken und dann folgt wahrscheinlich das absolute Topspiel. Wir freuen uns richtig auf die nächsten Spiele", so Satzinger.

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