Vorlauf zur Deutschen Meisterschaft

Kunstrad: Weltmeister Lukas Kohl schon wieder rekordverdächtig

31.8.2021, 16:54 Uhr
Unnachahmlich ausbalanciert vollführte Kunstrad-Weltmeister Lukas Kohl seine Küren in den ersten Qualifikationsläufen zur Deutscher Meisterschaft.

Unnachahmlich ausbalanciert vollführte Kunstrad-Weltmeister Lukas Kohl seine Küren in den ersten Qualifikationsläufen zur Deutscher Meisterschaft. © Foto: Edda Koch

Wirklich herausfordern konnten die befreundeten Teamkollegen aus der Nationalmannschaft den Überflieger der Szene in den vergangenen Jahren nicht. Nun da gerade der Hallensport in Corona-Zeiten nach jeder noch so eintönige Form von Normalität giert, hat der vierfache Kunstrad-Weltmeister Lukas Kohl aus Ebermannstadt-Wohlmuthshüll plötzlich mindestens einen ernsthaften Konkurrenten im eigenen Land.


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Diese Erkenntnis bescherte die erste von drei Veranstaltungen der German Masters Serie in Pferdelbach, bei der es nicht nur um die Qualifikation für das Finale um die Deutsche Meisterschaft, sondern bereits um die WM-Startplätze geht. Im baden-würrtembergischen Hohenlohekreis setzte sich der Favorit vom RMSV Concordia Kirchehrenbach zunächst in der Vorrunde mit starken 210,22 Punkten an die Spitze. Ihm folgten Tim Weber vom RCV Böhl-Iggelheim in Rheinland-Pfalz und Max Maute (RSV Tailfingen), der Sohn des amtierenden Bundestrainers, in den Endlauf der männlichen Elite im Einer.

Dort legte Maute die Messlatte mit 197,22 Zählern in einem Bereich an, in dem jeder kleine Fehler die Spitzenplatzierung kostet. Tim Weber nahm die Vorlage zum Anlass, sich auf 202,65 Punkte zu steigern und dem fränkischen Überflieger "ein dickes Brett vor die Nase" zu platzieren.

Nah an neuem Rekord

Natürlich ist Lukas Kohl, der seit Lukinator, begnadet für seine technischen Perfektion und mentale Stärke, kaum durch etwas aus der Ruhe zu bringen. Doch seit der im vergangenen Jahr unterbrochenen und mitunter im digitalen Raum fortgesetzten Corona-Saison ist jeder Wettbewerb anders.

"Die Stimmung in der Halle, ja die ganze Atmosphäre, war ein reiner Gänsehaut-Moment", konstatiert der 25-Jährige, der schließlich einmal mehr die Oberhand behielt und sich freute wie über seinen ersten Titel. Bei seiner zweiten "geilen Kür" kam er mit 213,10 Punkten beinahe an seinen Weltrekord von 214,10 Zählern heran. "Hammer", staunte Kohl über sich selbst und die Tatsache, zu welchen Leistungen sich das deutsche Trio anstachelt. Das lässt für das nächsten Aufeinandertreffen am 11. September in Denkendorf einiges erwarten. Mit hohen Erwartungen weiß Kohl jedoch bestens umzugehen.

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