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Kurzarbeit, Gehaltsverzicht: Corona-Krise trifft FCN und Fürth hart

Frankens Vorzeigevereine bekommen das Virus hart zu spüren - 27.03.2020 15:17 Uhr

Nürnbergs Michael Frey gegen Fürths Mergim Mavraj - ob es den Zweikampf in dieser Saison nochmal geben wird, ist mehr als fraglich. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NZ


Dass es zum Teil schmerzhafte Einschnitte geben wird, ist den Verantwortlichen der fränkischen Fußball-Zweitligisten schon seit einigen Tagen klar. Die Corona-Krise macht auch vor dem Profi-Fußball nicht Halt.

Dem 1. FC Nürnberg droht im schlimmsten Fall ein Minus von fast zehn Millionen Euro, sollte die Saison selbst ohne Zuschauer nicht beendet werden können. So müsste der Club über vier Millionen Euro aus dem TV-Topf abschreiben, außerdem Ticketing-Einnahmen für vier Heimspiele plus Erlöse aus der Vermietung von Logen und Business Seats, nicht zu vergessen das ebenfalls brach liegende Sponsoring. Deshalb mussten im Verlauf dieser Woche alle 36 Profi-Vereine ein so genanntes "Worst-Case-Szenario" an die DFL schicken. Die den Schaden genau beziffern möchte, der bis 30. Juni entstehen könnte.


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Auch das Thema Gehaltsverzicht wird beim Club diskutiert, allerdings nicht-öffentlich. Trainer und Spieler hätten bereits signalisiert, „ihren Beitrag zu leisten“, sagt Niels Rossow, ab Freitag und somit nach der Quarantäne seien aber noch Gespräche notwendig. Kurzarbeit ist im Sportpark Valznerweiher ebenfalls ein Thema, aber offenbar noch nicht beschlossen. „Wir befinden uns mit unseren Mitarbeitern in engem Austausch", so der Kaufmännische Vorstand, "natürlich arbeiten auch wir intern an Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze der Mitarbeiter und der Liquidität des Vereins.“

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Kurzarbeit wegen Corona bei Fürth: „Nach 24 Stunden hat Klarheit geherrscht“

Der kleine Nachbar ist da schon einen Schritt weiter. Seit dieser Woche ist klar: Für die 50 Vollzeitbeschäftigten sowie die Fußballer der U23-Mannschaft beantragt die Fußball-KG nun Kurzarbeit. „Dafür haben wir eine breite Zustimmung unter den Mitarbeitern erfahren", berichtet Holger Schwiewagner mit einer Mischung aus Stolz und Erleichterung. Ebenso haben sich er und sein Geschäftsführer-Kollege Rachid Azzouzi mit dem Mannschaftsrat des Profi-Teams zusammengesetzt, um über eine Reduzierung des Gehalts zu sprechen. „Nach 24 Stunden hat Klarheit geherrscht“, berichtet Azzouzi, „die Bereitschaft war direkt da, für uns ist ein erheblicher Betrag zusammengekommen.“

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Weh tut ganz konkret die ausbleibende letzte Tranche des Fernsehgeldes, das für die restlichen Ligaspiele noch zu überweisen ist. Nach eigenen Angaben handelt es sich um ein Viertel der Gesamtsumme von 11,5 Millionen Euro für Fürth. Ob dieses Viertel jemals kommt, weiß derzeit niemand. „Die Ausschüttung erfolgt dann, wenn wir spielen", erklärt Schwiewagner. Keine Spiele bedeutet auch, dass Sponsoren keine Leistung erhalten für das Geld, das sie dem Kleeblatt überweisen. Und trotzdem will wohl die Hälfte aller fördernden Unternehmen „auf eine Rückzahlung bis Ende dieser Saison verzichten“, sagt Azzouzi.


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la/mno

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