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Laufen, Laufen, Lotterie: Das wird für den FCN wichtig

Der Club will sich beim FC Bayern behaupten - 08.12.2018 05:55 Uhr

So will der Club auch in München jubeln. Auf Georg Margreitter & Co. wartet jedoch eine Herkulesaufgabe. © Sportfoto Zink / DaMa


Der fränkische Pessimist wird sich im Vorfeld wohl fragen, wie viele Gegentore der FCN denn diesmal eingeschenkt bekommt, wenn er am Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München gastiert. Die bisherigen Auftritte gegen deutsche Top-Klubs machten es denen, die es mit dem Club halten, wahrlich auch nicht leicht. In Dortmund kassierte man sieben, in Leipzig sechs und auf Schalke "nur" noch fünf. Zuletzt stabilisierte sich der Altmeister beim 1:1 gegen Leverkusen, jedoch spielte ein mit Wasserlachen übersähter Rasen dem Club in die Karten, da die Werkself ihre qualitativen Vorteile nur schwer umsetzen konnte. Wie will es der Club also angehen in München, um diesmal nicht unter die Räder zu kommen?

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Um bei den Bayern überhaupt eine Chance zu haben, braucht es nach Club-Trainer Michael Köllner "eine enorm starke Defensivleistung". Neben entscheidendem Matchglück und der Hoffnung, dass der FCB einen rabenschwarzen Tag erwischt, muss Frankens Vorzeigeverein so lange wie möglich die Null hinten halten. Dass es auch für einen Aufsteiger möglich ist in München zu punkten, hat zuletzt Fortuna Düsseldorf eindrucksvoll bewiesen.Seitdem hat der Rekordmeister aber augenscheinlich an den richtigen Stellschrauben gedreht. Ließ man sich gegen Düsseldorf noch schülermäßig Auskontern, stand der 28-malige Deutsche Meister beim 5:1 gegen Benfica Lissabon und beim 2:1 in Bremen schon deutlich gefestigter auf dem Rasen. Bayern-Trainer Niko Kovac attestierte seinem Team bei den letzten beiden Auftritten "defensiv und offensiv" eine "sehr gute Leistung". Auf den Club wartet also ein wiedererstarkter FC Bayern, der laut Kovac das Spiel "sehr ernst nimmt" und "es definitiv gewinnen will". Unterschätzen wird man den Club also an der Säbener Straße nicht.

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Kehrt Bauer zurück?

Dass dem Club bei der Herkulesaufgabe auch noch sein Kapitän Hanno Behrens (Bauchmuskelverletzung) fehlen wird, macht die ganze Sache nicht leichter. In das Nürnberger Aufgebot zurückkehren wird definitiv der noch gegen Leverkusen gesperrte Robert Bauer. Kevin Goden, der Bauer zuletzt ordentlich vertrat, muss sich, trotz zuletzt "guter Trainingsleistung", die ihm sein Trainer zugestand, wahrscheinlich erstmal wieder hinten anstellen. Auf Bauer wird wohl der wiedergenesene Flügelflitzer Kingsley Coman warten, der die Bayern schon gegen Bremen enorm verbessert hat. Auf Eins-gegen-Eins Duelle darf sich der Club aber ohnehin auf den Außenbahnen nicht einlassen, denn um Coman, Lewandowski & Co. zu stoppen, werden schon zwei bis drei Club-Verteidiger in den direkten Duellen benötigt.

Bilanz: Das Kräftemessen am Samstag wird das 190. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine. Der Direktvergleich liest sich aus Club-Sicht jedoch nur wegen vergangener Tage so gut. Bisher konnte der Club den FCB 64-mal schlagen, 89-mal triumphierten die Münchner. Das ewige Torverhältnis führt der FCN noch mit 331:317 Toren an. Den letzten Sieg in München konnten die Rot-Schwarzen am 28. März 1992 feiern. Neben Christian Wück traf damals Zaubermaus Sergio Zarate doppelt.

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Prognose: "Galaxien" trennen laut Michael Köllner momentan die beiden Vereine voneinander. Um die verschiedenen Welten am Samstag vergessen zu machen und den vom Oberpfälzer erträumten "Sechser im Lotto" zu landen, braucht der Club eine fast übermenschliche Leistung. Das Spiel muss so lange wie möglich offen gehalten werden. Defensiv stabil und offensiv frech muss die Devise für die Partie sein, ohne jedoch den Bayern mit der eigenen Spielweise ins offene Messer zu laufen, wie es in dieser Saison schon öfter passierte.

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tso

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