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Lautstarkes Comeback! Club-Chef Margreitter ist wieder da

Der Abwehrorganisator gibt beim FCN wieder den Ton an - 22.01.2020 06:57 Uhr

Abwehrchef Georg Margreitter sorgt in der Defensive des FCN wieder für mehr Sicherheit und Kommunikation. © Foto: Sportfoto Zink


Um erahnen zu können, welch exponierte Rolle Georg Margreitter beim 1. FC Nürnberg einnimmt, brauchte man in Marbella nur ganz genau hinzuhören. Wenn es laut wurde auf dem Trainingsplatz, war neben dem ebenfalls sehr impulsiven Torwart Christian Mathenia fast immer der österreichische Abwehrchef der tonangebende Akteur.

 

Dass Margreitter zu Saisonbeginn erst wegen Adduktorenbeschwerden pausieren musste und später fast zwei Monate mit einer hartnäckigen Achillessehnenreizung ausfiel, war nicht nur für Sportvorstand Robert Palikuca ein wesentliches Puzzleteil, das zur anhaltenden Talfahrt des Bundesliga-Absteigers beigetragen hatte. Der 31-jährige Routinier sei einer, "der da hinten eine Mannschaft auch führt und lautstark organisiert", sagt Palikuca, "sein Ausfall hat uns weh getan".

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Eine Einschätzung, die Margreitter bei seinem Comeback im letzten Spiel des Jahres gegen Dynamo Dresden eindrucksvoll bestätigt hat. Obwohl noch nicht hundertprozentig fit, verlieh der Kommandeur im Abwehrverbund der wackligen Defensive endlich wieder Stabilität und war mit seiner körperlichen Präsenz, seiner Robustheit und Zweikampfstärke ein wichtiger Faktor beim so erlösenden 2:0-Sieg.

Kommunikation und ein neues Gesicht in der Abwehr

Die sportliche Misere nur an seiner oder auch Mathenias Absenz festzumachen, findet Margreitter aber "zu einfach. Bei einem Kader, wie ihn Nürnberg in der zweiten Liga hat, darf das keine Rolle spielen. Solche Ausfälle müssen im Kollektiv kompensiert werden können".

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Und gerade wenn es darum geht, auch einmal laut zu werden, sei jeder gefordert, "seinen Teil beizutragen, dass auf dem Platz eine konstruktive Kommunikation herrscht", mahnt Margreitter.

Mit der Arsenal-Leihgabe Konstantinos Mavropanos dürfte der kantige Innenverteidiger künftig einen neuen Nebenmann an seiner Seite haben. Einen "sehr guten Eindruck" attestiert Margreitter dem 22-jährigen Griechen, "physisch ist er schon eine Erscheinung, zudem aggressiv und für seine Größe auch sehr schnell". In manchen Situationen lasse Mavropanos zwar noch eine gewisse Routine vermissen, "aber das ist für sein Alter ganz normal. Er braucht ein bisschen Anlaufzeit, die muss man ihm auch zugestehen".

Weg von den Abstiegsrängen

Der Rest der Mannschaft hingegen sollte beim Start Ende Januar möglichst gleich auf Knopfdruck funktionieren. Dafür wurde in Spanien "sehr gut und intensiv gearbeitet, sowohl physisch als auch mental", wie Margreitter betont. Der zehntägige Aufenthalt an der Costa de Sol ist für den Vorarlberger "von den Bedingungen her das beste Trainingslager in meinen fast fünf Jahren beim Club. Alles ist kompakt zusammen und hat reibungslos funktioniert. Und wir wissen ganz genau, wo wir ansetzen müssen und was wir im Herbst nicht gut gemacht haben".

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Margreitter ist überzeugt, dass niemand im Team die höchst brenzlige Situation des Tabellensechzehnten verkennt. "Natürlich wissen wir, dass wir uns in dieser Saison bisher unter Wert verkauft haben. Am Ende zählt aber nur das, was wir auf dem Platz umsetzen." Dass das Ergebnis in den verbleibenden 16 Spielen überzeugender ausfällt, dabei will der langjährige Leitwolf nun wieder tatkräftig mithelfen. Notfalls auch mal etwas lauter.

Aus Marbella berichtet Uli Digmayer

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