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Leitl ringt um ein wenig Stabilität beim Fürther Kleeblatt

Bei der Spielvereinigung schauen sie schon auf den Samstag - 18.04.2019 06:26 Uhr

Bemüht sich um Ordnung: Stefan Leitl in Fürth.


"Wir haben das Spiel schon intensiv aufgearbeitet", sagt Stefan Leitl, den der späte K. o. in der 90. Minute durch Lukas n Hinterseer nach einer Fehlerkette mächtig gewurmt hat. "Wir haben ja insgesamt keine schlechte Leistung geboten, waren aber in den letzten Wochen einen Tick aggressiver gegen Ball. Wenn wir das umgesetzt hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Und ich glaube kaum, dass wir Bochum in so einer Verfassung noch einmal erwischen werden", erklärt der Coach.

Zu jung fürs Maximum 

Stabilität ist das Schlagwort, das Leitl seit seinem Amtsantritt Woche für Woche gebetsmühlenartig verwendet. "Wir haben eine Mannschaft, bei der es immer wieder Rückschläge geben wird. Das Team ist nicht in der Lage, zwölf bis 15 Spiele konstant durchzuziehen", sagt Leitl, ohne das als Kritik verstanden haben zu wollen. "Die Truppe ist jung und in einem Alter, in der sie das Maximum noch nicht erreichen kann. Wir sind im Spiel gegen den Ball gut dabei, bei der Balleroberung könnten wir noch früher attackieren und im Spiel nach vorne kann man immer etwas besser machen."

Zu große Abstände zwischen den Reihen und damit zu viel Platz für den Gegner sowie ein zu passives Anlaufverhalten waren seine Hauptkritikpunkte in Bochum. Mit der Rückkehr von Daniel Keita-Ruel am Samstag gegen Union Berlin kann sich das Problem des Anlaufverhaltens wieder normalisieren. Der 28-Jährige ist der Taktgeber.

Basteln mit Azzouzi

Für die verbleibenden fünf Partien hat Leitl erst einmal die 40-Punkte-Marke als Ziel vorgegeben. Der Verein hofft hingegen auf mehr. Jeder Platz, den Fürth in der Tabelle noch nach oben klettern kann, spült über das Fernsehgeld 500.000 Euro mehr in die Vereinskasse. "Das ist mit Sicherheit ein sehr wichtiges Thema für den Klub. Sportlich sollten wir aber einen anderen Ansporn haben und versuchen, als Profisportler das Maximale herauszuholen", sagt Leitl.

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Mit Union Berlin, dem 1. FC Köln und dem FC St. Pauli kommen noch drei Hochkaräter der Liga in den Ronhof. "Wir haben die Chance, uns weiterhin gegen Top-Gegner zu messen", sagt Leitl, der mit Rachid Azzouzi bereits am Kader für die neue Saison bastelt. "Natürlich führen wir schon Gespräche und haben Ideen. Aber so lange wir in der Liga nicht sicher sind, ist auch nichts geklärt."

Für den Samstag (13 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) hofft Leitl, dass Maximilian Wittek oder David Raum einsatzbereit sind. Wittek hat Adduktorenprobleme, Raum musste in Bochum kurzfristig mit Knieproblemen passen. 

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Martin Ferschmann

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