15 Monate eingeschränktes Training

Die Sanierung des Königsbads macht Forchheims Schwimmern Kummer

11.1.2022, 06:17 Uhr
15 Monate ohne das Innenbecken im Königsbad: Den Schwimmern und Triathleten des SSV Forchheim steht ab dem Frühjahr eine harte Zeit bevor.
 

15 Monate ohne das Innenbecken im Königsbad: Den Schwimmern und Triathleten des SSV Forchheim steht ab dem Frühjahr eine harte Zeit bevor.   © ROLAND G HUBER, NN

Der SSV Forchheim hat ein Jahr hinter sich, das von Corona geprägt war. In der ersten Jahreshälfte war quasi kein Sport möglich, das Königsbad war aufgrund des Lockdowns geschlossen. „Wir haben das Training Mitte Juni wieder aufnehmen können“, sagt Schwimmwart Karsten Schmidt. Erst ging es ins Freibad, mit den Lockerungen öffnete auch der Innenbereich wieder. Seitdem hat sich an der Verfügbarkeit nichts geändert, das Training konnte stattfinden und wird unter 2Gplus-Bedingungen auch aktuell durchgeführt.

Was 2021 nur stark eingeschränkt durchgeführt werden konnte, war der Wettkampfsport. Lediglich drei Wettkämpfe konnten mit Beteiligung der SSV-Schwimmer stattfinden, darunter zwei Einladungswettkämpfe in Erlangen und Fulda. „Der große Teil ist ausgefallen“, sagt Schmidt. Bei den Jahrgangsmeisterschaften, die Anfang Oktober in Bayreuth stattfanden, konnte Niklas Schmidt überzeugen. Im Jahrgang 2004 setzte er sich mit einer Zeit von 2:26,78 Minuten an die Spitze. Eigentlich hatte sich Niklas damit auch für die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft in Berlin qualifiziert, trat dann aber aufgrund der sich zuspitzenden Lage dort nicht an.

Im Training gab es unterdessen keine Probleme. „Aber natürlich gibt es Einschränkungen“, sagt SSV-Vorstand Thomas Bätzel. So ist die Teilnehmerzahl bei den Trainings begrenzt. Das neu begonnene Jahr geht für den SSV nun weiter wie das letzte – vorerst. „Wir machen erst mal so weiter wie wir aufgehört haben“, erklärt er.

Allerdings steht dem SSV die Sanierung des Königsbads ins Haus. Bätzel schätzt, dass das Innenbecken ab Ende April oder Anfang Mai nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Das werden wir dann wohl 15 Monate lang nicht benutzen können“, meint Bätzel. Das Außenbecken wird diesen Wegfall aller Voraussicht nach nicht kompensieren können, auch wenn über eine Traglufthalle diskutiert wird, mit der auch später im Jahr noch draußen trainiert werden kann.

„Wir werden mit Sicherheit mit großen Einschränkungen zu kämpfen haben“, so Bätzel. Das betrifft nicht nur den Schwimm- und Trainingsbetrieb, sondern auch andere Veranstaltungen und Aktionen wie den Schwimmkurs. „Mit kleinen Kindern kann man nicht in ein solarbeheiztes Becken“, sagt er.

Swim & Run und Stadttriathlon fraglich

Ob das Swim & Run im März stattfinden kann, wird von den dann geltenden Regeln abhängig sein, der Stadttriathlon im Juni steht noch weitestgehend in den Sternen. Auch dort wird es schwierig sein, mit dem dann nur noch zur Verfügung stehenden Außenbecken zu arbeiten.

Auch die Situation im Umkreis macht es den Forchheimer Schwimmerinnen und Schwimmern nicht einfacher. „Der Wegfall des Hallenbads in Kirchehrenbach hat fatale Folgen für uns“, erklärt Karsten Schmidt. Auch die Bäder in Erlangen stellen bisher keine Option dar, sie lassen nur Erlanger Vereine rein. Vorstand Thomas Bätzel wünscht sich deshalb von der Politik, hier eine Lösung zu finden.

Trotzdem startet er optimistisch in das neue Jahr. „Wir waren alle heilfroh, dass es nach dem Lockdown wieder losgehen konnte“, sagt er. Auch mit Austritten habe man nicht zu kämpfen. „Um schwarz zu malen, ist es noch zu früh“, meint Bätzel.

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