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Löw darf bleiben: Der DFB verpasst eine Chance

Der Bundestrainer ist über seinem Zenit - 30.11.2020 17:37 Uhr

Der ewige Jogi: Löw bleibt Bundestrainer. Allen Krisen und Kritiken zum Trotz.

30.11.2020 © Robert Michael, dpa


Zugegeben, es ist einfach, in diesen Tagen und Wochen Joachim Löw zu kritisieren, denn: Jeder Fußballtrainer braucht gute Ergebnisse, auch diejenigen, die gerade einen Transformationsprozess moderieren müssen. Und von guten Ergebnissen gab es zuletzt wenige. Der Tiefpunkt war das 0:6 gegen Spanien, die höchste Niederlage seit 1931.

Das DFB-Team steckt aber nicht nur in einer Ergebnis-Krise. Es steckt in einer Löw-Krise. Vom viel zitierten Umbruch nach der WM 2018 ist noch immer wenig zu sehen, bis auf den standhaften Verzicht auf echte Alternativen. Und diejenigen, die trotzdem spielen dürfen, verweigern geradezu ihren Dienst, so gesehen beim Debakel von Sevilla. Dort standen gestandene Weltklasse-Profis auf dem Platz, nicht nur auf spanischer Seite. Dass sie sich dennoch aus dem Stadion schießen ließen, bedeutet: Entweder verstehen sie die ständigen Taktik-Rochaden (Dreierkette? Viererkette?) nicht – oder sie wollen sie nicht verstehen. Beides spricht gegen den Bundestrainer. Der aber darf bleiben. Der DFB verpasst die Chance auf einen echten Umbruch.

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Überrannt, erdrückt, gedemütigt: Pressestimmen zum DFB-Debakel

Niemand schien eine Erklärung für das zu haben, was am Dienstagabend passiert war. Die Bild-Zeitung zählte elfmal die Verwendung des Wortes "irgendwie" im Statement des Bundestrainers nach dem Abpfiff. So richtig verstehen konnte es eben irgendwie keiner. Die Medien aber fanden international harte Worte zum blamablen 0:6 der deutschen Nationalmannschaft in Spanien und stellten Joachim Löw in Frage. Hier ein Überblick über die internationalen Pressestimmen zum DFB-Debakel!


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