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Löw knallhart: Drei Bayern-Spieler nicht mehr berücksichtigt

Drei Weltmeister von 2014 fallen dem Umbruch zum Opfer - 05.03.2019 15:29 Uhr

Bundestrainer Joachim Löw nimmt den Umbruch in der Nationalmannschaft sehr ernst und verzichtet in Zukunft auf gleich drei Weltmeister von 2014. © Patrick Seeger / dpa


Die früheren Weltmeister von 2014 Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng werden vorerst nicht mehr für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Das teilte Bundestrainer Joachim Löw den drei Profis des FC Bayern nach DFB-Angaben am Dienstag in München mit.

Diese Entscheidung teilten Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff den drei Profis des FC Bayern nach DFB-Angaben am Dienstag in München mit. "Ich danke Mats, Jerome und Thomas für die vielen erfolgreichen, außergewöhnlichen und einmaligen gemeinsamen Jahre", sagte Löw. Es sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, "den Spielern und Verantwortlichen des FC Bayern meine Überlegungen und Planungen heute persönlich zu erläutern", bemerkte Löw nach dem Treffen. "Sie sind alle weiterhin Spieler auf Weltniveau, die in ihrem Verein ganz vorne mitspielen und Erfolge garantieren. Sie sind große Spieler, die für eine große Zeit der Nationalmannschaft stehen. Sie haben über Jahre hinweg unendlich viel für Deutschland und die Nationalmannschaft geleistet", erklärte der Bundestrainer zu Müller (29 Jahre), Boateng (30) und Hummels (30).

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bundestrainer Joachim Löw hat mir heute in einem aufrichtigen Gespräch mitgeteilt, dass ich nicht weiter Teil des DFB-Teams sein werde, er in Zukunft jungen Spielern die Bühne bieten möchte und besonders im Hinblick auf die anstehenden Turniere der Mannschaft ein neues Gesicht geben möchte. Ich bin traurig über diese Nachricht, weil es für mich immer das Allergrößte war, mein Land zu repräsentieren. Dennoch respektiere ich den neuen Kurs und habe Verständnis für die Entscheidung des Bundestrainers. Ich war selbst jung und darauf angewiesen, dass mir ältere Spieler Platz machen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass ich weiterhin auf höchstem Niveau spielen kann und werde das auch in Zukunft zeigen. An die Zeit im DFB-Team werde ich immer mit großer Freude zurückblicken. Ich war immer extrem stolz, das Trikot der Nationalmannschaft tragen zu dürfen und werde vor allem den Sommer 2014 nie vergessen. Dennoch hätte ich mir natürlich einen anderen Abschied für uns gewünscht. Viel Erfolg der Mannschaft für die Zukunft!

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Zuvor war nach der gescheiterten WM 2018 in Bezug uaf die Nationalelf mehrfach von einem personellen Umbruch gesprochen worden. Der erste Betroffene war Sami Khedira gewesen, jetzt folgen auch Hummels, Müller und Boateng. Damit treibt der Bundestrainer nach dem WM-Vorrunden-Aus im Vorjahr in Russland und dem Abstieg in der Nations League diesen Umbruch im DFB-Team so radikal voran wie noch nie seit seinem Amtsantritt 2006.

Es sei "ein deutliches Signal der Erneuerung: Die jungen Nationalspieler erhalten den nötigen Raum zur vollen Entfaltung. Sie müssen nun die Verantwortung übernehmen", erklärte Löw. In der Nationalmannschaft gelte es nun, "die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir wollen der Mannschaft ein neues Gesicht geben. Ich bin überzeugt, dass das nun der richtige Schritt ist", betonte Löw.

"Unser Auftrag ist es, zu entscheiden, was das Beste für die Mannschaft auf dem Weg zurück an die Weltspitze ist", stimmte Bierhoff zu und fügte an: "Wir wollen nun konsequent den Neubeginn auch im Kader sichtbar machen."

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Bundestrainer Joachim Löw für seinen harten Kurs beim Personalwechsel in der Nationalmannschaft gelobt. "Ich begrüße es, dass Jogi Löw den Umbruch unserer Nationalmannschaft jetzt weiter entschlossen voranbringt. Der Beginn der Qualifikation für die EURO 2020 ist genau der richtige Zeitpunkt für personelle Veränderungen", wurde Grindel vom Deutschen Fußball-Bund zitiert. Der DFB werde den drei Profis des FC Bayern "immer dankbar sein", versicherte Grindel.

Die Nationalmannschaft startet am 24. März in Amsterdam gegen die Niederlande in der EM-Qualifikation ins neue Länderspieljahr. Am 20. März trifft die DFB-Auswahl im Freundschaftsspiel auf Serbien.

dpa, ako

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