Freitag, 16.04.2021

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Lucky Punch beim FCH! Bauer sichert Fürth verdienten Dreier

Das Kleeblatt rutscht damit vorübergehend auf Platz zwei - 03.04.2021 14:58 Uhr

Das Kleeblatt kann in letzter Minute jubeln.

03.04.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Im Prinzip wissen die Fürther, wie man Tore macht. 50-mal haben sie in dieser Runde schon getroffen. Im Hinspiel gegen Heidenheim aber brachte das Kleeblatt den Ball nicht über die Linie - wieder einmal. In den jüngsten fünf Vergleichen gelang es der Spielvereinigung nicht, FCH-Keeper Kevin Müller zu überwinden. Das letzte Tor gegen die Ostalb-Kicker erzielte Julian Green, damals vorbereitet von Jurgen Gjasula. Und das alleine zeigt schon, wie lange die Fürther auf einen Erfolg gegen Heidenheim warten. Gjasula hat den Verein im Sommer 2018 verlassen.

Im Rückspiel der Saison 2020/21 sollte sich das ändern, zumindest trat die Spielvereinigung in der Anfangsphase so forsch auf, dass es beinahe direkt geklappt hätte. Fürth war die deutlich aktivere Mannschaft. Den ersten Torschuss feuerte Sebastian Ernst schon nach zwei Minuten ab, vorher fein angespielt von Julian Green. Trainer Stefan Leitl hatte sein Team fast in Bestbesetzung aufs Feld geschickt, nur Mergim Mavraj fehlte Gelb-gesperrt und EM-Fahrer David Raum bekam eine Pause. Dafür rückten Paul Jaeckel und Luca Itter in die Startelf.

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VAR-Glück, Chancenpech und später Treffer: Fürther Freude auf der Ostalb

Fürth startete so offensiv und aggressiv in die Partie, als wollten sie beweisen, dass sie auch gegen Heidenheim Tore erzielen können. Dafür dauerte es dann aber doch bis zur letzten Minute, auch weil sich die Teams, die mit derselben taktischen Aufstellung aufliefen, zwischenzeitlich neutralisierten. Vor allem in der Schlussphase hatte das Kleeblatt aber die deutlich besseren Chancen und konnte dank Maximilian Bauers Last-Minute-Treffer auch den Dreier mit nach Hause nehmen. Das Spiel in Bildern!


Glücklich kamen die Gastgeber nach einer Viertelstunde zu ihrer ersten Chance: Eine Flanke von Marnon Busch - Itter war hier nicht dran am Mann - landete doppelt abgefälscht bei Dennis Thomalla, der versuchte, den Ball aus drei Metern an Sascha Burchert vorbei zu spitzeln. Der Kleeblatt-Keeper konnte gerade noch klären. Der FCH war nun angekommen in der Partie und ließ sich nicht mehr so leicht von Fürth dominieren.

Green, Seguin und Meyerhöfer vergeben

Erst nach einer halben Stunde kamen die Gäste wieder gefährlich nach vorne. Nach einer starken Balleroberung von Paul Seguin misslang noch das Anspiel ins Zentrum. Kurz darauf, wieder nach einer sehenswerten Aktion von Seguin, flankte Marco Meyerhöfer von rechts auf den linken Pfosten. Dort bekam Green keinen Druck hinter den Flugkopfball.

Dann hatte die Spielvereinigung Glück, denn Heidenheim wäre beinahe in Führung gegangen. Nach einem Eckball herrschte Durcheinander im Fürther Strafraum, Tim Kleindienst drückte die Kugel nach einem Kopfball von Patrick Maincka über die Linie - mit dem Oberarm. Nach der Kontrolle durch den VAR nahm das Schiedsrichtergespann den Treffer wegen Handspiel zurück (37.).

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Das Kleeblatt überzeugt in Heidenheim: Die Einzelkritiken - und Ihr Voting!

Die SpVgg Greuther Fürth hat den 1. FC Heidenheim hochverdient mit 1:0 besiegt. Der Weg dahin war zwar steinig, das Kleeblatt aber zeigte eine starke Leistung, selbst ohne Flankengott und Abwehrchef. Dafür gab es Zuckerpässe, Hackentricks und ein Last-Minute-Tor. Die Einzelkritiken von Katharina Tontsch gepaart mit Ihren Noten!


Nach dem Seitenwechsel kam wieder die Spielvereinigung aktiver aus der Kabine. Green servierte einen Standard perfekt für Havard Nielsen, Kevin Müller lenkte den Kopfball mit den Fingerspitzen über die Latte. Seguin versuchte es wenig später aus der Distanz, knapp rauschte die Kugel links am Pfosten vorbei. Dann verhinderte Müller ein Fürther Tor: Nach einer klasse Vorarbeit von Nielsen drosch Meyerhöfer seinen Flachschuss freistehend aus sieben Meter genau auf den FCH-Keeper.

Erfolgreiche Schlussoffensive

Trotz guter Chancen aber stand es auch nach einer Stunde noch 0:0. Das Kleeblatt tat sich wie gewohnt schwer mit den Heidenheimern, die kompakt verteidigten und körperbetont auftraten, selbst aber ihre Umschaltsituationen nicht immer klug nutzten. Stefan Leitl brachte für die letzten 20 Minuten entsprechend David Raum und Emil Berggreen, um im Angriff noch einmal anzuschieben. Green läutete mit einem Flatterball die Schlussoffensive ein, Müller ließ nach vorne abprallen und Nielsens Abstauber ging um wenige Zentimeter am Kasten vorbei.

Das Kleeblatt brauchte mehrere Anläufe, um die Kugel schließlich doch noch im Heidenheimer Tor unterzubringen.

03.04.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Dann gelang dem Kleeblatt doch noch das ersehnte Tor: Nach einem Eckball von Green stieg Berggreen am höchsten, seinen Kopfball konnte Kevin Müller gerade noch parieren. Maximilian Bauer staubte ab. 1:0! Wenige Aktionen später jubelten die Fürther über ihren Auswärtssieg auf der Ostalb. Sie haben bewiesen, dass sie nun sogar gegen Heidenheim treffen können. Mehr Aufstiegs-Form geht fast nicht.

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Sessa, Schöppner - Geipl (66. Mohr), Thomalla (66. Pick) - Kleindienst, Kühlwetter (80. Leipzertz)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Bauer, Itter (72. Raum) - Stach - Seguin, Green - Ernst (72. Bergreen) - Hrgota (87. Tillman), Nielsen

Tore: 1:0 Bauer (90.) | Gelbe Karten: Busch, Geipl - Ernst, Meyerhöfer, Bauer, Nielsen | Schiedsrichter: Storks (Velen).

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