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Margreitter fokussiert den Wiederaufstieg mit dem Club

"Wir möchten da wieder hin": Abwehrmann hadert mit ersten beiden Saisondritteln - 13.05.2019 09:35 Uhr

Auch wenn Georg Margreitter hier etwas skeptisch schauen mag: Bei der "Mission Wiederaufstieg" ist der Österreicher definitiv dabei. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Nach dem verlorenen Klassenkampf mit den Wolverhampton Wanderers wurde es ein Abschied mit hässlichen Szenen. "Ich kann mich noch an das Desaster mit den Fans erinnern, wie das danach hergegangen ist", sinnierte Margreitter nach Nürnbergs finalem Niederschlag gegen Gladbach.

Umso bemerkenswerter fand es der 30-Jährige, wie es diesmal in der Noris "hergegangen" ist - nämlich gar nicht. "Der Moment nach dem Spiel in der Kurve war sehr emotional. Dass die Fans nach so einer durchwachsenen Saison noch so hinter uns stehen, ist alles andere als selbstverständlich. Das war Gänsehaut pur", schwärmte Margreitter.

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"Absteigen ist so ziemlich das hässlichste im Fußball" 

Trotzdem hatte der Abwehrmann, der seinen Stammplatz durch eine Verletzung verlor und erst durch Ewertons Ausfall wieder ins Team gerückt war, am zweiten Tiefpunkt seiner Karriere zu knabbern - auch wenn dieser nicht mehr ganz überraschend kam. "Natürlich hat man sich diesem Szenario gedanklich schon angenähert, aber der Moment schmerzt dann schon", gestand Margreitter, denn: "Absteigen ist so ziemlich das Hässlichste im Fußball."

"... und vorher offenbar einiges falsch gemacht haben" 

Ob der Sturz in die 2. Liga vielleicht doch zu verhindern gewesen wäre, darüber grübelte auch der Österreicher. "Wir haben uns zu spät taktisch neu ausgerichtet und konsolidiert", ahnt Margreitter. Gerade im letzten Saisondrittel habe man ja gesehen, "dass wir teilweise mithalten konnten und vorher offenbar einiges falsch gemacht haben. Man stellt sich dann schon die Frage, was gewesen wäre, wenn wir uns früher gesammelt und neu aufgestellt hätten."

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Nun aber gelte es, wieder nach vorne zu schauen. Auch wenn der Ausflug in die Bundesliga "kein Erholungsurlaub" war, hofft Margreitter auf eine zweite Chance: "Jeder hat jetzt Blut geleckt und möchte da wieder hin." Um die sofortige Rückkehr als Ziel auszugeben, sei es aber noch zu früh. "Die Saison nach einem Abstieg ist generell nie ganz einfach", warnt Margreitter: "Wir müssen jetzt schauen, dass wir eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen." Er selbst wird für die von den Fans ausgegebene "Mission Wiederaufstieg" jedenfalls zur Verfügung stehen und seinen noch bis 2021 laufenden Vertrag "sicher erfüllen". 

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Uli Digmayer

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