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Match-Statistik: Dem FCN fehlen Ideen und Leidenschaft

Der 1. FC Nürnberg bietet bei herrlichem Wetter Fußball zum abgewöhnen - 01.04.2017 16:56 Uhr

Wohin mit der Kugel? Wer beim Club den Ball hat, der muss mitunter lang nach anspielbereiten Kollegen suchen.

01.04.2017 © Sportfoto Zink / WoZi


"Mit gutem Fußball die Leute hinter sich bringen" - diese Zielvorgabe hatte Michael Köllner, der Dauer-Interimscoach des 1. FC Nürnberg, am Donnerstag ausgerufen. Daran gehalten hat sich seine Mannschaft nicht.

Was die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit ablieferten, passte so gar nicht zu idealen äußeren Bedingungen mit frühlingshaften Temperaturen und einem mit 25.113 Zuschauern doch einigermaßen ordentlich besuchten Stadion. "Grauenvoll" bezeichnete Nürnbergs bemühter Offensiv-Direktor Kevin Möhwald den Auftritt treffend.

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Ohne Ideen, ohne Plan und auch ohne Leidenschaft spulten die Hausherren ihr Pensum herunter - zugegeben in einer personellen Konstellation, wie sie so noch nie zusammengespielt hat. Ihre Angriffsversuche wirkten absolut statisch, auf den Gegner wurde keinerlei Druck aufgebaut. Bezeichnend, dass das Team von Trainer Michael Köllner vor der Pause keine einzige echte Torchance zu verzeichnen hatte. So führten die Karlsruher, das Tabellenschlusslicht, verdient.

Nichts deutete in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit auf eine Wende hin. Der Club hatte zwar nach wie vor mehr Ballbesitz (55,8 Prozent), präsentierte sich in spielerischer Hinsicht aber weiterhin arg limitiert - bester Beweis: Die meisten Ballkontakte verbuchten nicht etwa die Kreativen um Möhwald, nicht die Außenverteidiger, wie das heutzutage oft der Fall ist, sondern die beiden Innenverteidiger Lukas Mühl (92) und Dave Bulthuis (88) - und zwar mit Abstand.

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Der Zug zum Tor fehlte komplett. Es waren zwei Elfmeter, die den Club eher unverhofft auf die Siegerstraße brachten. Tobias Kempe blieb zweimal cool und erzielte Saisontreffer eins und zwei. Kempe war es auch, der beim Club die meisten Torschüsse abgab: drei an der Zahl. Apropos Torschüsse: Die Gäste feuerten 14 Mal in Richtung Kasten von Club-Keeper Schäfer, der FCN versuchte es zehnmal

Die fehlenden Ideen, den fehlenden Mut kann man auch an diesen Zahlen ablesen: Knapp 30 Prozent der Karlsruher Pässe gingen ins letzte Drittel, Nürnberg kam auf 23 Prozent. Tim Matavz, Nürnbergs einzige nominelle Spitze, hing somit völlig in der Luft. 22 Ballkontakte hatte der Slowene, gewann 14 Prozent seiner Zweikämpfe - die schlechtesten Werte der 22 Startelfspieler auf dem Rasen.

Der Kempe-Doppelschlag beflügelte die Aktionen der Nürnberger, zumal ihnen die auf den Ausgleich bedachten Karlsruher nun Räume anboten. Mit etwas Glück hätte der Club den schmeichelhaften Sieg in der Schlussphase sogar noch ausbauen können. Verdient wäre das nicht gewesen.

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NZ, psz

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