Montag, 30.03.2020

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Matchstatistik: FCN agiert in Heidenheim auf Augenhöhe

In den meisten Kategorien liegen die Teams nah beieinander - 15.02.2020 16:47 Uhr

Patrick Erras präsentierte sich in Heidenheim als unangenehmer Gegenspieler. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Es hätte eine recht zähe Angelegenheit werden können auf der Ostalb. Das Spiel zwischen einem zumindest heimlich aufstiegsambitionierten 1. FC Heidenheim und den Gästen des 1. FC Nürnberg, die noch immer weit näher an der Abstiegszone rangieren als ihnen lieb sein kann. Weil aber beide Teams mit offenem Visier spielten und erkennbar daran interessiert waren, mehr als nur einen Punkt aus der Partie mitzunehmen, durften sich die Fans über ein unterhaltsames Fußballspiel freuen. 

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Obwohl der Club zweimal in Heidenheim führte, war die kleine Siegesserie am Freitag wieder gerissen. Im dritten Spiel nach der deutlichen Niederlage gegen Hamburg musste sich der FCN nach zuletzt zwei Siegen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die Leistung war dabei nicht überragend, aber doch in Ordnung. Hier sind die Noten der Club-Profis und ihres Trainers in Heidenheim!


Dass am Ende ein 2:2 stand, wird nicht alle im Umfeld des Club glücklich gemacht haben. Immerhin hatten die Franken zweimal geführt, mussten allerdings auch zweimal wieder den Ausgleich hinnehmen. Dazu kam die umstrittene Szene in der 70. Minute, als Margreitter den Ball ins Tor der Gastgeber beförderte, dem Treffer aber die Anerkennung verwehrt blieb. Dennoch hat das Team von Trainer Jens Keller ein starkes Auswärtsspiel gezeigt, sich mit dem Tabellenvierten zu jeder Zeit auf Augenhöhe duelliert - das bestätigt auch ein Blick auf die Statistik.

Zweikampfmonster Erras?  

118,7 Kilometer haben die Clubspieler auf dem Rasen an der Brenz zurückgelegt, gerade mal 450 Meter mehr liefen die Heidenheimer Spieler. Fleißigster Dauerläufer in den Reihen der Franken war übrigens Patrick Erras, der sich bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit Ende Oktober 2019 sicher kein mangelndes Engagement vorwerfen lassen wollte. Laut Statistik hat der 25-Jährige dabei auch noch jeden einzelnen Zweikampf gewonnen. Ob die 100 Prozent Zweikampfquote tatsächlich ganz der Realität entsprechen sei dahingestellt, ein Hinweis darauf, dass Erras kein ganz schlechtes Spiel gezeigt hat, ist der Wert jedoch sicherlich. 

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Eine starke Leistung war das, die der 1. FC Nürnberg auf der Ostalb geboten hat. Am Ende stand ein 2:2, doch der Club war über das gesamte Spiel hinweg näher am Dreier als die Gastgeber. Eine Tatsache, die sich auch in den Noten niederschlägt.


Insgesamt hat man beim 1. FC Nürnberg 48 Prozent der Duelle Mann gegen Mann für sich entscheiden können. Die Gastgeber waren dementsprechend in 52 Prozent der Zweikämpfe erfolgreich. Ein minimaler Unterschied, der unterstreicht, wie eng und umkämpft die Begegnung war. Dreizehnmal erkannten die Unparteiischen dabei eine regelwidrige Aktion der Franken, für Heidenheim wurden elf Foulspiele gezählt. Auch bei der Passquote zeigen sich keine großen Differenzen zwischen beiden Mannschaften. Die Gäste brachten 79 Prozent ihrer Pässe an den Mann, den Profis des Club gelang das nur in 71 Prozent der Fälle. 

Gespenstische Ruhe an der Eckfahne

Deutlicher ist der Unterschied bei den Torschüssen. Sechzehnmal brachte Heidenheim den Ball Richtung Club-Keeper Christian Mathenia, Kevin Müller im Tor der Gäste sah dagegen nur elf Schüsse auf sich zukommen. Die dickeren Chancen hatten allerdings die Franken, allein Nikola Dovedan und Philip Heise vergaben direkt nach der Pause zwei hochkarätige Möglichkeiten. Nicht nur bei den Torschüssen, auch im Ballbesitz zeigen sich die Gastgeber statistisch überlegen. Der 1. FCN musste sich mit 42 Prozent Ballbesitz begnügen, für Heidenheim liegt der Wert demnach bei 58 Prozent. 

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2:2 - und jetzt? Gemischte Gefühle herrschten nach dem Spiel des Club gegen den 1. FC Heidenheim. Die Zuschauer im Nürnberger Pub "Thirsty Baker" waren einige ganz zufrieden mit dem Endergebnis, andere sahen zu viele verpasste Chancen.


Nur in Sachen Eckstöße liegen die beiden Teams noch weiter auseinander. Fünfmal durfte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt den ruhenden Ball von der Eckfahne aus in den Nürnberger Strafraum treten. Eine dieser Standardsituationen nutze Tim Kleindienst in der 83. Minute zum 2:2. Der Club hatte indes keine Möglichkeit, nach Eckstößen für Gefahr vor dem Tor der Gastgeber zu sorgen. Schlicht deshalb, weil dem 1. FC Nürnberg das gesamte Spiel über keine einzige Ecke zugesprochen wurde. Ein Nachteil, der letztlich aber kaum ins Gewicht fiel. 

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