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Michelfelder Tennisplätze sind fertig – doch spielen ist noch tabu

Nicht Corona, sondern das Wetter verhindert den Saisonstart auf den sanierten Plätzen - 11.04.2021 11:31 Uhr

Die ganze Breite des Platzes beim Tennisclub Langgräfe Michelfeld nutzen (von links) Jörg Schmirler, Daniel Schmidt und Heinrich Krodel – allerdings noch nicht zum Spielen.
 

11.04.2021 © Jürgen Masching, NN


Denn Tennisspielen im Freien ist unabhängig von den örtlichen Inzidenzwerten erlaubt – wenn auch nur Einzel. Doppel- oder Mannschaftstraining ist von der Politik erst bei den nächsten Öffnungsschritten vorgesehen und könnte also noch eine Weile auf sich warten lassen.
Heinrich Krodel, sein Stellvertreter Daniel Schmidt und Sportwart Jörg Schmirler hadern jetzt mit dem winterlichen Wetter. So kann man noch nicht auf die eigentlich fertigen Plätze und hofft auf steigende Temperaturen in der kommenden Woche.

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Die Geschichte mit der gelben Filzkugel nahm in Michelfeld ihren Anfang bereits im September 1984. Damals trafen sich 67 Interessierte. Im März 1985 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister unter dem Namen „Tennisclub Langgräfe TCL“. Zum ersten Vorsitzenden wurde Heinrich Krodel gewählt, der seitdem ununterbrochen im Amt ist. Der Verein zählt inzwischen 124 Mitglieder.

Lob für die Mitglieder

Und genau diese Mitglieder sind für die Führungsriege neben den Sponsoren aktuell die wichtigsten Personen im Verein. „Wir hatten in dieser schweren Zeit keine Austritte“, betont Schmidt. Der Zusammenhalt sei in Michelfeld eh nicht mit anderen Orten zu vergleichen, sagt Krodel. Er wünscht sich auch, dass die Menschen sich wieder den ortsnahen Sportmöglichkeiten zuwenden und nicht kilometerweit fahren.

Für die vergangene Saison 2020/21 hatten die Verantwortlichen im Dezember 2019 ihre Mannschaften beim Bayerischen Tennis-Verband (BTV) gemeldet. Doch nach dem ersten Lockdown 2019 wurden alle Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. „Die Bestimmungen waren einfach nicht zu tragen“, so Sportwart Schmirler.

Eine Verordnung war unter anderem, dass die Spieler einzeln zu den Auswärtsspielen fahren mussten. Sie durften sich nicht umziehen, nicht duschen oder auf Toilette gehen. Auch andere Vereine agierten wie die Michelfelder und verzichteten auf die Teilnahme an der Medenrunde. Immerhin ging das gebühren- und straffrei.

Wieder drei Teams gemeldet

Für dieses Jahr haben die Verantwortlichen wieder drei Mannschaften gemeldet (Damen, Herren und Bambini). Der Saisonstart wurde aber bereits auf Juni verschoben.
Ein Hygienekonzept war bereits schon für die Tennissaison 2020 erstellt worden. „Die Spieler kamen zu den Plätzen, durften einzeln spielen und mussten wieder nach Hause“, so Schmidt. Es durften auch keine Zuschauer neben den Plätzen sein. Es fand zudem kein Trainingsbetrieb statt, was Schmirler sehr schadet findet. „Wir haben aktuell sehr viele Kinder und Jugendliche im Verein. Es kommen auch weiterhin Anfragen zu Neuaufnahmen.“

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Nachdem zuletzt wenig Spielbetrieb auf der Langgräfe war, hatten man sich entschlossen, die Plätze etwas „aufzufrischen“. „Wir haben Ende 2020 etwas mehr vom Sand abgetragen und neu aufgefüllt“, so Schmidt. Und auch jetzt wurde noch einmal frischer Sand bestellt, um die Mulden auszugleichen.

„Wir wollten nach dem vergangenen Jahr einfach früher starten, um unseren Mitgliedern das Spielen auch früher zu ermöglichen“, sagt Krodel. Doch jetzt spielt das Wetter nicht mit. Dass die lange Pause und die Investitionen in den Platz s nun ein kleines Loch in die Kasse gerissen haben, will der Vorsitzende nicht leugnen. Denn auch die Vereinsfeste und Veranstaltungen konnten 2020 nicht stattfinden.

"Soziale" Beiträge

„Wir haben hier in Michelfeld soziale Mitgliedsbeiträge, um die Kinder und Familien zu schonen“, so Krodel. Da aber auch der Verband seine Beiträge jedes Jahr einkassiere, müsse man sich etwas überlegen, sollten auch 2021 diese Veranstaltungen wegfallen. „Wir sind ein kleiner Verein, es wird schon schwierig“, sagt Krodel..

Wann und wie es weiter geht, könne man nicht beeinflussen. „Aber wir haben ein Hygienekonzept, wir stehen in den Startlöchern und wir warten auf den Start“, versichert das Vorstandstrio.

Jürgen Masching

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