Misidjan und Pereira beeindrucken die Club-Kiebitze

6.9.2018, 05:55 Uhr
Matheus Pereira (links) und Virgil Misidjan sollen das Flügelspiel beim 1. FC Nürnberg in Zukunft antreiben. Ob es ihnen gelingt?

Matheus Pereira (links) und Virgil Misidjan sollen das Flügelspiel beim 1. FC Nürnberg in Zukunft antreiben. Ob es ihnen gelingt? © Sportfoto Zink

Sie war stattlich, die Schar der Kiebitze am Valznerweiher. Ihre Reaktionen? Durchaus positiv. "Die helfen uns garantiert weiter", behauptete ein Trainingsdauerbeobachter, "denn beide sind technisch stark und können unseren Torjäger Ishak bestimmt mit Flanken füttern." Eine von ausschließlich positiven Stimmen.

Wichtiger ist freilich das Urteil des Chefs, der zufrieden ist, weil sich ein Problem nicht stellt. "Beide sind trainingsmäßig voll im Rhythmus und könnten deshalb sofort eingesetzt werden", meint er. Misidjan habe schließlich auch noch vor wenigen Tagen mit seinem bulgarischen Klub Rasgrad ein Qualifikationsspiel für die Europa League bestritten.

Das Thema Integration in spielerischer Hinsicht stellt sich für Köllner nicht, wie er mit dem Hinweis auf den Japaner Kubo darstellt: "Er hatte als intelligenter Spieler auch keine Probleme, sich einzufügen." Als ideale Möglichkeit in der Länderspielpause sieht der Trainer die beiden vereinbarten Testspiele, von denen das erste am Donnerstag um 18 Uhr beim Bezirksligisten TSG 08 Roth steigt.

Köllner ist mit der Verpflichtung des Duos natürlich zufrieden, weil es ihm in der Offensive mehr Variationsmöglichkeiten bietet. "Die hatten wir schon vorher auch", hängt er das Thema aber nicht so hoch, schwenkt dann aber wieder um. Mit dem Hinweis, dass die jungen Spieler in der Truppe von den Neuen lernen könnten.

Bleibt eine Frage offen: Wie wird die Integration in sprachlicher Hinsicht gelöst? Dies werde man schon auf die Reihe bekommen, gibt sich der Trainer gelassen. Misidjan habe als Holländer sicherlich keine Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Außerdem könne man sich mit ihm in Englisch unterhalten. Anders ist der Fall Pereira gelagert: Der Brasilianer spricht ausschließlich portugiesisch. Doch dieses Problem sei, so Köllner, auch mit seinem Landsmann Ewerton bestens gelöst worden.

Etwas überrascht war der Club-Coach von der Berücksichtigung von Eduard Löwen für das U21-Testspiel gegen Mexiko am Freitag im Fürther Ronhof. Natürlich gönnt er diesem seine Berufung, aber versteht sie nicht ganz: "Eduard war die letzten vier Wochen nicht richtig im Rhythmus. Wir waren deshalb mit dem DFB in einem sehr intensiven Austausch. Und..." Köllner lacht herzhaft und schweigt sich aus. 

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