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Motorrad-Talent bei BMW: "Kann es kaum erwarten"

In der kommenden Saison gibt Marco Fetz richtig Gas - 10.01.2021 08:37 Uhr

Marco Fetz bei der Testfahrt auf der BMW-Maschine in Oschersleben. Seine Leistung hat die Verantwortlichen von BMW-Wilbers überzeugt.

29.12.2020 © Foto: Ralf Reinhardt


Beim ersten Rendezvous hat es sich gleich richtig gut angefühlt. Es hat gepasst zwischen Marco Fetz und der BMW S 1000 RR, damals im Oktober in Oschersleben. Aus dem ersten Kennenlernen ist inzwischen etwas Ernstes geworden. In der neuen Saison wird der Kleinbreitenbronner die BMW-Maschine regelmäßig pilotieren. Kurz vor Weihnachten hat er einen Vertrag beim Team BMW-Wilbers unterschrieben. Der Rennstall ist das einzige offizielle BMW-Team in der Superbike 1000, der höchsten deutschen Motorrad-Rennserie. "Ich bin echt froh, dass das geklappt hat. Es war schon lange mein Traum für so ein Team zu fahren", berichtet Fetz.


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Die Verantwortlichen des bayerische Autobauers hatten den 20-Jährigen bereits länger auf dem Radar. Nachdem Fetz seine Suzuki in seiner ersten Saison in der Superbike 100 im Sommer gleich mehrmals in die Punkteränge steuern konnte, entschloss man sich bei BMW, das Talent zur Testfahrt in die Motorsport-Arena nach Oschersleben einzuladen. "Nach dem Test waren wir überzeugt davon, Marco in unserem Team aufnehmen zu müssen", teilt BMW-Wilbers mit. Lange bitten mussten sie ihn darum nicht. Die Tatsache, dass sich Fetz‘ altes Team Suzuki-Laux aus der Rennserie zurückziehen wird, hat den Wechsel obendrein erleichtert.

"Papa muss nicht mehr schrauben"

Eine fünfstellige Summe an Sponsorengeldern musste Fetz mitbringen, um in der kommenden Saison auf die BMW steigen zu dürfen. Dafür hat er ein hochprofessionelles Team aus Mechanikern und Ingenieuren um sich. "Der Papa muss dann nicht mehr so viel schrauben, da sind wir echt froh. Viele können sich nicht vorstellen, was das für ein Aufwand ist", sagt der junge Rennfahrer.

Marco Fetz blickt mit einem Lächeln Richtung neue Saison.

18.08.2020 © Foto: Dominik Mayer


In der Vergangenheit war es oft Vater Günter, der das Motorrad fit für die Rennstrecke gemacht hat. Bei BMW-Wilbers werden das erfahrene Mechaniker übernehmen. Und die Zeiten, in denen Familie Fetz die Maschine im Anhänger an die Strecke transportieren muss, sind auch vorbei. In Zukunft reist die BMW mit dem LKW an und steht in der Boxengasse bereit, sobald Fetz eintrifft. Ein Jahr läuft der Vertrag zwischen BMW-Wilbers und Fetz zunächst, eine Verlängerung ist aber möglich.

Testfahrten in Spanien

"Spaß haben und lernen", soll er bei seinem neuen Team. Allzu hohe Ziele gibt es nicht. "Die wissen ja, dass ich noch recht frisch bin." Mehr Erfahrung hat da sein neuer Teamkollege Florian Alt. "Die Chemie zwischen uns passt und er hilft mir, wenn ich Fragen habe." Für Ende Februar und Ende März sind Testfahrten in Spanien geplant, Fetz und sein neues Sportgerät sollen sich besser kennenlernen.


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Am 30. April wird es dann ernst, die neue Saison startet mit dem ersten Rennen auf dem Lausitzring. "Ich kann es kaum erwarten. Wegen mir könnten wir morgen anfangen", freut sich Fetz.

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