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Nach Buric jetzt auch Ernst: Kleeblatt macht Nägel mit Köpfen

Die Fürther vermelden die nächste Vertragsverlängerung - 29.11.2018 16:55 Uhr

Sebastian Ernst wurde beim Kleeblatt für seine tolle Entwicklung mit einer Vertragsverlängerung belohnt. © Sportfoto Zink / WoZi


Einen Tag nach dem Trainer ist einer seiner Lieblingsschüler dran: Mittelfeldspieler Sebastian Ernst hat seinen Vertrag bei der SpVgg Greuther Fürth vorzeitig verlängert. Ursprünglich wäre das Arbeitspapier 2020 ausgelaufen, nun ist er ein Jahr länger, bis Juni 2021, gültig. Für das Kleeblatt ist das ein wichtiges Signal, denn mit seinen Leistungen in dieser Saison dürfte Ernst auch andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht haben.

Nicht nur, dass er im Mittelfeld auf fast allen Position einsetzbar ist – er konnte in dieser Spielzeit bislang meistens auch auf allen überzeugen. Dabei war der 23 Jahre alte Niedersachse in seiner ersten Hinrunde in Fürth noch kaum zu Einsatzzeiten gekommen, zwischenzeitlich stand sogar eine Umschulung als Linksverteidiger im Raum. Unter Trainer Damir Buric entwickelte sich Ernst dann schon in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Stammspieler. Der Coach freut sich über die Nachricht der Vertragsverlängerung: "Das zeigt die tolle Entwicklung, die er gemacht hat. Die ist noch nicht am Ende. Ich bin mir sicher, dass er noch torgefährlicher werden wird. Aber mit seiner Lauffreudigkeit, seinem Defensiv- und Offensivverhalten hat er einiges gut gemacht." Erst einen Tag zuvor hatte der Verein verkündet, dass auch der Vertrag mit Trainer Buric bis 2020 verlängert worden ist. "Für mich war klar: Wenn wir diesen Weg weitergehen, will ich dabei sein. Das war für mich überhaupt kein Thema", sagt der Coach.

Reicht's für Wittek?

Wie in bislang allen 14 Zweitliga-Partien in dieser Spielzeit darf es als sicher gelten, dass Ernst auch im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten 1. FC Köln am Samstag (Anpfiff 13 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) in der Startelf stehen wird. "Ich bin dankbar, dass ich hier die Chance bekommen habe und fühle mich pudelwohl im Verein und in unserer Mannschaft. Hier ist was entstanden und ich glaube, dass wir da auch noch nicht am Ende angekommen sind", wird Ernst selbst in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert.

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Positive Zahlen, gute Laune: Mitgliederversammlung beim Kleeblatt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung gab die SpVgg Greuther Fürth am Montag Einblicke in die aktuelle wirtschaftliche Situation der Fußball-KG. Und die Zahlen, die Geschäftsführer Holger Schwiewagner präsentierte, sorgten für gute Laune. Neben dem neuen Kleeblatt-Vizepräsidenten Volker Heißmann war auch der langjährige und frühere Präsident Helmut Hack dabei.


Komplett unsicher ist dagegen noch, ob Linksverteidiger Maximilian Wittek nach seiner Augenverletzung schon sein Comeback gegen den Bundesliga-Absteiger geben kann. "Er ist auf jeden Fall auf einem guten Weg. Er hat auch mal mittrainiert, aber es gibt auch Zweikämpfe, die er noch nicht aufnehmen kann. Wir müssen abwarten, aber wir werden kein Risiko gehen", sagt Buric.

Kölner "Fußballtempel"

Sowohl als Spieler bei Borussia Mönchengladbach als auch als Co-Trainer bei Bayer Leverkusen hat der Kroate schon einige hitzige Duelle am Rhein erlebt. "Das Stadion ist wirklich ein Fußballtempel, die Atmosphäre ist fantastisch. Man muss dort aber nur mutig sein und miteinander eine gute Performance zeigen, das ist das Geheimnis", sagt er. 

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3:2 in der Nachspielzeit! Magyar vermiest Magdeburgs Pyro-Party

Bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit sah im Ronhof alles nach einer Niederlage der Weiß-Grünen aus. Mutige Gäste aus Magdeburg führten in Fürth nicht unverdient mit 2:1. Doch dann bäumten sich zuvor drei Spiele sieglose Kleeblättler noch einmal energisch auf.


Schwächen, wie sie die – allerdings auch stark umformierte – Kleeblatt-Abwehr zuletzt beim 3:2-Sieg gegen Magdeburg zeigte, darf sich das Team gegen die vor allem im Sturm stark besetzten Kölner nicht leisten. "Simon Zoller ist ein super Stürmer, aber kommt kaum zum Einsatz. Das zeigt, was Köln für einen tollen Kader hat", sagt Buric, der unter der Woche viel Zeit in die defensive Detailarbeit investiert hat: "Wir haben es gegen Magdeburg nicht geschafft, Fehler auszubügeln. Wir haben das thematisiert: Mehr für den anderen dasein, im Zweikampfverhalten präsenter werden."

Mit einem Stürmer werden es die Fürther aber noch nicht zu tun bekommen: Der gerade vom 1. FC Köln zurückgeholte Anthony Modeste – zuvor in China aktiv – hat noch keine Spielgenehmigung erhalten. Nach Adduktorenproblemen voraussichtlich wieder fit ist aber der Ex-Fürther und Mittelfeldspieler Dominick Drexler. Und auch um eine nähere Beschäftigung mit Simon Terodde werden die Fürther Abwehrspieler nicht herumkommen. In 13 Spielen hat der Torjäger bereits 17 Treffer für den FC erzielt.

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Licht und Schatten: Die Noten für das Last-Minute-Kleeblatt

Beim unterhaltsamen 3:2 gegen Magdeburg machten couragierte Gäste über weite Strecken die Musik. Den Schlussakkord setzte jedoch die Spielvereinigung, die sich nach drei sieglosen Spielen wieder einmal ausgiebig freuen durfte. Dann waren Sie gefragt: Wir wollten von Ihnen wissen, wie Sie die Leistung der Kleeblatt-Kicker bewerten - und hier ist die Auswertung!


 

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