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Nach Horrorverletzung: Hat Lippert eine Zukunft beim FCN?

Der Verbleib des langzeitverletzten Außenverteidigers ist unklar - 30.05.2019 10:57 Uhr

Ein selten gewordenes Bild: Dennis Lippert in Aktion. © Sportfoto Zink / DaMa


Als "Pechvogel" kann man den heute 23-Jährigen bei allem Respekt bezeichnen. Die Leidensgeschichte begann im März 2017: Dennis Lippert spielte mit der Mannschaft gegen die vereinseigene U19. In einem Zweikampf gleich am Anfang des Testspiels "schnackelte" es in seinem linken Knie. Das vordere Kreuzband war durchgerissen. Eine typische, wenn auch gefürchtete, Sportler-Verletzung. Der Heilungsverlauf ist bei jedem Menschen anders. Manche Sportler sind nach einigen Wochen schon wieder halbwegs fit, andere, so wie Dennis Lippert, haben weniger Glück.

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In der 2. Liga wird alles anders: Wobei - nicht alles. Damir Canadi wird die Mannschaft nicht komplett neu aufstellen müssen. Trotzdem werden einige Spieler den Verein verlassen. Wer sicher geht, wer sicher bleibt und bei welchem Spieler noch Ungewissheit herrscht - hier kommt ein Überblick!


Nur sechs Spiele lang den Traum gelebt

Das ist der Grund, warum selbst eingefleischte Fußballfans das Gesicht des 1,73 Meter großen Außenverteidigers nicht sofort zuordnen können. Seit 2012 ist er Teil des FCN, wurde mit der A-Jugend Bayernliga Meister, ergatterte den dritten Platz der Regionalliga Bayern. Dann der nächste Schritt, ab zu den Profis. Sein Debüt feierte der Oberpfälzer in Heidenheim. Nur sechs Spiele sollten es, vorerst, in der 2. Bundesliga sein. Es folgte: Anstrengende und zehrende Reha-Arbeit. Wie lange es tatsächlich dauern würde, hatte Lippert zum Glück nicht wissen können. Diesen Sommer läuft sein Vertrag beim Club aus.

Ohne Groll: Lippert freute sich über erstes Training

Am Ende waren über zwei Jahre vergangen. Manch einer hätte dem Weidener während dieser Zeit wohl zum Antrag auf Sportinvalidität geraten. Doch Lippert ist ein Kämpfer. Als er im April 2019 wieder auf dem Trainingsgelände des FCN stand, strahlte nicht nur die Sonne. Dem Gegenspieler macht Lippert auch heute noch keine Vorwürfe. Er hätte "nix dafür gekonnt", er sei einfach blöd aufgekommen und umgeknickt, erzählte er damals auf dem Trainingsgelände des Club.

Der Verein ließ ihn in all der Zeit nicht im Regen stehen. Doch trotzdem mag dem Club die Situation nach dieser langen Zeit dann insgesamt vielleicht doch zu heikel sein. Lippert ist noch nicht in alter Form, außerdem sind Spieler, die bereits verletzt waren, meist auch in Zukunft verletzungsanfälliger. Ein Tapetenwechsel könnte dem Defensivmann zudem auch gut tun. Ein Spieler mit seinen Anlagen könnte zum Beispiel auch für einige Drittligisten ein Gewinn sein.

Regeneration, statt Tore schießen

Während er im Juli 2017 noch einen stolzen Instagram-Post mit dem mit dem Hashtag "stay positive" absetzte, wurden Fußball-Bilder in den darauf folgenden Monaten seltener. Sein letztes Bild wurde im Dezember 2018 geknipst. Es zeigt ihn im Dubai-Urlaub. Wie es einem jungen Spieler geht, der so lange nur zuschauen darf und jede Hantel im Kraftraum in und auswendig kennt, ist schwer vorzustellen. Seine positive Grundeinstellung hat er trotzdem nicht verloren. Als er im April wieder mit der Mannschaft trainieren durfte, sagte er: "Ein Ziel habe ich mir nicht gesetzt. Das ist jetzt neues Kapitel. Ich schaue, wie‘s läuft. Bislang läuft es ganz gut". Und wer weiß: Vielleicht hat Dennis Lippert ab jetzt ja endlich wieder Glück.

 

Milena Kühnlein

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