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Nach Patzer: Köllner setzt gegen Heidenheim auf Bredlow

Hinter Club-Topstürmer Ishak stehen unterdessen weiter Fragezeichen - 07.04.2018 05:52 Uhr

Im Auswärts-Spiel gegen Dresden machte Fabian Bredlow nicht die beste Figur. Ein Patzer des Club-Schlussmanns führte zum zwischenzeitlichen 1:0 für Dynamo. © Sportfoto Zink / DaMa


"Ich wäre schlecht beraten, wenn ich Woche für Woche alles infrage stellen würde", meinte der 47-Jährige und wischte Zweifel an seinem Keeper vom Tisch. "Fabian Bredlow spielt bislang eine richtig starke Saison. Er hat jetzt einmal unglücklich agiert, aber die Mannschaft hat das ausgemerzt." Eine Torhüterdiskussion wollte er sowieso nie losgetreten haben, ebenso wenig aber einen Nummer-eins-Status an Bredlow vergeben.

Thorsten Kirschbaum, der selbst nach wenigen Unsicherheiten seinen Platz im Tor nach dem 13. Spieltag verloren hatte, hielt sich aus der Diskussion heraus und verzichtete darauf, öffentlich Ansprüche auf eine Rückkehr zu formulieren. "Ich will da kein Öl ins Feuer gießen", meinte der 30-Jährige und stellte sich brav ins zweite Glied.

Teamspirit hat Priorität

Der Teamspirit soll auch im Endspurt um den Bundesligaaufstieg der große Trumpf bleiben. "Wir behalten die Ruhe, die Stimmung ist gut. Es hat sich nichts verändert. Wir sind auch nicht durch Zufall auf dem zweiten Platz", meinte Köllner selbstbewusst vor dem Duell mit Heidenheim. Beide Teams verbindet eine Durststrecke von fünf Spielen ohne Sieg. "Gemeckere hilft nicht und es hilft auch nicht, in dieser Phase den Schuldigen zu suchen", wandte sich Gäste-Coach Frank Schmidt im Vorfeld mit einem Appell an das nervöse Umfeld. Immerhin ist der FCH bis auf den Relegationsplatz 16 durchgereicht worden und muss - wie so viele - um den Klassenerhalt zittern. "Es ist eine kompakte Mannschaft, robust und in sich gewachsen", beschreibt Köllner den Gast, der das Hinspiel mit 1:0 gegen den Club gewann.

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"Mit Blick auf die Tabelle sind das ganz klare Punkte. Aber in dieser zweiten Liga würde ich nie sagen, der oder der gewinnt zu hundert Prozent. Es sind immer Fifty-fifty-Spiele", warnt Lukas Mühl. Der Innenverteidiger wird den gelb-gesperrten Ewerton vertreten. "Lukas ist unser dritter Innenverteidiger. Es ist naheliegend, dass er auf den Platz kommt", sagte Köllner - mit einer Einschränkung: "Wenn wir mit einer Viererkette spielen."

Fokus auf Einstellung statt Aufstellung

Entscheidend für den Ausgang der Partie dürfte freilich die Einstellung und nicht die Aufstellung sein. "Tempo-Fußball ist gefragt, einschlafen dürfen wir nicht", mahnt der Coach, der Heidenheim tiefstehend erwartet, jedoch mit schnellen Kombinationen in Verlegenheit bringen möchte: "Wenn wir das schaffen, wird es schwer für sie werden."

Ein Knipser wie Ishak, der nach seiner auskurierten Innenbandverletzung im Knie und sieben Wochen Spielpause Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, würde dem Team guttun. "Er hat die Belastungen gut verkraftet. Aber es ist schwer vorherzusagen, zu was es bei ihm reichen wird", sagte Köllner.

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Stefan Jablonka

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