17°

Montag, 10.08.2020

|

zum Thema

Neuer Wirbel um Bakéry Jatta: Haus des HSV-Profis wurde durchsucht

Der Klub sagt dem Spieler unterdessen weiter Unterstützung zu - 02.07.2020 15:44 Uhr

Hamburgs Bakery Jatta (l.) und Sandhausens Aleksandr Zhirov kämpfen um den Ball.

© Christian Charisius, dpa


Liddy Oechtering, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, bestätigte am Donnerstag auf dpa-Anfrage die Durchsuchung "wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz". Zuerst hatte die "Bild-Zeitung" darüber berichtet. "Wir werden Akteneinsicht beantragen und uns dann zu gegebener Zeit zu dem Thema äußern", sagte Jattas Anwalt Thomas Bliwier der Deutschen Presse-Agentur.


Kommentar zum damaligen Fall Jatta: Um edlen Wettbewerb geht es nicht


Der aus Gambia stammende Jatta war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. Seit 2016 spielt er für den HSV und hat bei dem Fußball-Zweitligisten einen Vertrag bis 2024. Vor knapp einem Jahr kam der Verdacht auf, dass der Stürmer einen anderen Namen haben und älter als angegeben (22) sein könnte.

Bilderstrecke zum Thema

1:4-Klatsche zum Auftakt: Club startet desaströs ins neue Jahr

Für den Club ging es in Hamburg zum Auftakt der Restrückrunde schon fast um alles. Durch den Sieg von Wehen Wiesbaden gegen Erzgebirge Aue war der FCN noch vor dem ersten Zweitligaspiel des neuen Jahres auf den vorletzten Platz gerutscht und befand sich damit auf einem direkten Abstiegsrang. In diesem wichtigen Spiel gegen den Hamburger SV durfte zum ersten Mal Adam Gnezda Cerin von Beginn an auflaufen. Doch auch das neue Jahr ging mit einer Niederlage los, der HSV schoss den FCN deutlich mit 4:1 ab.


"Wir werden unserem Spieler weiterhin zur Seite stehen"

Jatta hatte dies stets bestritten. "Wir vertrauen weiterhin auf die behördlichen Entscheidungen, die die Identität unseres Spielers Bakéry Jatta bestätigt haben. Wir werden unserem Spieler auch weiterhin zur Seite stehen", erklärte der HSV auf Anfrage.


Hecking über Jatta: "Da hat sich noch keiner entschuldigt"


Die Staatsanwaltschaft Bremen und das Hamburger Bezirksamt Mitte hatten im Spätherbst nach monatelanger intensiver Prüfung ihre behördlichen Ermittlungen einstellt, weil auch Gambias Ministerium die Identität Jattas bestätigt hatte.

dpa

17

17 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport