Niederlage für Nürnbergs Basketballer

Engagierter Auftritt: Falcons unterliegen dem Spitzenteam Rasta Vechta knapp

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Sebastian Gloser

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3.12.2022, 20:10 Uhr
Auch Justinas Ramanauskas punktete zweistellig für die Nürnberg Falcons, gegen den Aufstiegskandidaten Rasta Vechta reichte das aber nicht.

© Sportfoto Zink / Alexander Schlirf, Sportfoto Zink / Alexander Schlirf Auch Justinas Ramanauskas punktete zweistellig für die Nürnberg Falcons, gegen den Aufstiegskandidaten Rasta Vechta reichte das aber nicht.

Die Stimmung am ersten Advent dürfte wenig besinnlich gewesen sein bei den Falcons. 22 Punkte Vorsprung hatten Nürnbergs Zweitliga-Basketballer in Dresden nach dem Seitenwechsel hergeschenkt, den Sieg am Ende dann auch. Auf der Busfahrt nach Hause dürfte es laut geworden sein, statt Kaffeekränzchen mit Plätzchen gab es stilles Wasser und deftige Worte.

Im Heimspiel gegen Rasta Vechta wollte die Mannschaft von Vytautas Buzas zeigen, dass sie es besser kann. Tatsächlich glückte den Falcons auch ein über weite Strecken stabiler Auftritt, zum Sieg reichte es aber gegen den Tabellenzweiten der Pro A nicht. Am Ende stand ein 73:83 auf dem Videowürfel.

Thomas Wilder macht es spektakulär

"Wir müssen ein anderes Level an Basketball anbieten, um gegen sie zu bestehen", hatte Buzas im Vorfeld betont, zumindest das Bemühen war seinen Spielern früh anzumerken. Ohne den bisher sehr zuverlässigen Scorer Sheldon Eberhardt, der wohl mehrere Wochen ausfallen wird, versuchten die Falcons mit Tempo, Missmatch-Hunting und einfachen Spielzügen über die Big Men zu Punkten zu kommen. Als Thomas Wilder nach drei Minuten spektakulär am Korberfolg hinderte und nach fünf Minuten mindestens genauso spektakulär Rocky Kreuser per Alley-oop-Anspiel in Szene setzte, war Stimmung in der mit 1317 Zuschauern besetzten Kia Metropol Arena.

Weil der Gegner aber personell wie ein Aufstiegskandidat ausgestattet ist, entwickelte sich - soweit so Basketball-Klischee - ein Spiel der Läufe. Einen 7:0-Lauf der Gäste nach Auszeit, konterten die Gastgeber mit einem 5:0-Lauf nach Auszeit, ins zweite Viertel startete Vechta mit neun Punkten in Folge, ohne dass Nürnberg in der Offensive etwas glückte, bis zur Halbzeitpause hatten sich die Falcons aber immerhin bis auf 40:46 herangekämpft.

Das fast schon obligatorische T

So ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Vechta legte vor, Nürnberg versuchte dagegenzuhalten. Es brauchte aber das fast schon obligatorische Technische Foul gegen Buzas, um die Zuschauer und die Falcons nach 23 Minuten richtig wachzurütteln. Zwei Minuten später rollte ein weiterer Dreier von Kapitän Sebastian Schröder durch den Ring, die Führung war zurück: 53:52.

Als die auch nach eineinhalb Jahren immer noch viel zu laute Sirene das Schlussviertel einläutete, stand ein 62:63 auf dem Videowürfel - noch war alles möglich. Zunächst schienen den Falcons Energie und Ideen im Angriff auszugehen, dann stotterte wieder der Motor bei Rasta Vechta. Es blieb ein Spiel der Läufe, allerdings eines, indem sich die Gäste insgesamt 17 mehr Würfe erarbeiteten. Ein Nachteil, der trotz einer sehr engagierten Leistung nicht auszugleichen war. Der Favorit war offensiv etwas konsequenter beim Rebound und bei der Durchführung der Spielzüge, das reichte zum 83:73-Auswärtssieg.

Den zweiten Advent können Nürnbergs beste Basketballer so zwar nicht genießen, zumindest könnten sie das Kaffeekränzchen aber etwas besinnlicher begehen.

Nürnberg: Krimmer 13, Wilder 13, Schröder 13, Kreuser 11, Ramanauskas 11, Maier 6, Gille 5, Boursiquot 1, Köpple, Feneberg.

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