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Nürnbergs Greenkeeper - Die Hüter des Derby-Rasens

Platzwart Oliver Happel kümmert sich um 17 Hektar Grün beim Club - 20.09.2016 06:00 Uhr

Kümmern sich mit viel Liebe um das Grün, das für manche die Welt bedeutet: Nürnbergs Greenkeeper. © Timo Schickler


Der 1. FC Nürnberg besser als der FC Bayern München? Nein, das kauft einem momentan keiner ab. Es stimmt aber. Denn dank Oliver Happel und seinem Team steht der Club, 17. in Liga zwei, in einem Punkt aktuell besser da als der Rekordmeister, 1. in Liga eins. Nämlich in Sachen Stadionrasen. Das Grün in der Allianz Arena hat am Wochenende viel Kritik geerntet. Die Spielwiese im Frankenstadion ist dagegen reif und bereit fürs Derby.

Genauso wie Club-Platzwart Oliver Happel und seine sieben Mitarbeiter. Für die ist auch das Derby Arbeit. Da müssen die Greenkeeper ihr Team sogar um drei Freiwillige verstärken, "denn dann haben wir nur zehn Minuten in der Halbzeit". Zehn Minuten, um den Rasen wieder auf Vordermann zu bringen. Sie sind während des Spiels übrigens nicht die einzigen Aktiven: 1650 Menschen sind rund um so einen Derby-Spieltag im Einsatz - vom Wurstverkäufer bis zum Ordner.


Hier finden Sie alles rund ums Frankenderby.


Für sattes Grün aber sorgen Happel und Co. auch unter der Woche. Immerhin kümmern sie sich um 17 Hektar Rasen am Valznerweiher. Um 7 Uhr sind Happel und seine Greenkeeper schon unterwegs, teils in großen Maschinen, um das Grün (zweimal die Woche) zu kürzen oder auch Saatgut zu verteilen. "Wir benutzen spezielles Saatgut, für Rasen, der schneller regeneriert." Das muss er auch. Denn so viel Oliver Happel auch hegt und pflegt, später wird der Rasen durch die Fußballschuhe wieder malträtiert.

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Greenkeeper für grünes Glück: Sie pflegen beim Club den Rasen

Sie rutschen auf ihm, treten ihn, reißen Löcher in ihn: Der Rasen im Frankenstadion muss höchsten Ansprüchen genügen - und trotzdem immer schön grün aussehen. Das gilt auch für die Fläche auf den Trainingsplätzen. Dafür verantwortlich: Nürnbergs Greenkeeper beim Club.


Manche Plätze erleben 30 Einheiten pro Woche. Ins Schwitzen kommt der Platzwart bei Koordinationsübungen, wenn "20 Profis auf dem Platz stehen und immer wieder an denselben Stellen durch Stangen dribbeln müssen". Das bringt großen Stress fürs Grün auf wenigen Stellen. Die Herausforderung für die Club-Greenkeeper im Vergleich zum Rasen daheim aber ist vor allem die Pflege von Ende Oktober bis Mitte März, wenn nichts wächst, weder am Trainingsgelände noch im Stadion - und dennoch gekickt wird.

Zum Glück hat auch der Rasen eine Ersatzbank: ein Extra Stückchen Rasen, von dem dann Stücke ausgeschnitten und auf den Spielfeldern eingesetzt werden.

  

Timo Schickler

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