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Oberfrankenderby zum Jahresauftakt: Brose startet durch

Bamberg trifft auf Bayreuth und erwartet ein "intensives Spiel" - 02.01.2019 14:59 Uhr

Maurice Stuckey gibt sich angriffslustig. Wenn es nach dem Bamberger Profi geht, muss Brose von Beginn an hochkonzentriert sein. © Sportfoto Zink


Im Verfolgerduell Vierter (Bamberg) gegen Fünfter (Bayreuth) geht es für beide Seiten um sehr viel. Brose wird dabei sicherlich alles versuchen, um gleich im ersten Spiel des neuen Jahres eine neue Siegesserie zu starten. Die Domstädter mussten jüngst ihre wettbewerbsübergreifende Acht-Spiele-Siegesserie gegen München abreißen lassen. Gegen den nach wie vor ungeschlagenen Tabellenführer unterlag der neunfache deutsche Meister in eigener Halle 75:80. Neben mangelndem Wurfglück – vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Linie – sollte den Brose-Boys ein 0:13-Fehlstart am Ende zum Verhängnis werden.

"Mit Energie auf dem Parkett stehen"

"Für uns ist wichtig, dass wir den Anfang nicht wieder so verschlafen, wie gegen München", blickt Maurice Stuckey auf den vergangen Sonntagabend zurück und gibt zugleich die Marschroute für Donnerstag vor: „Wir müssen über die kompletten 40 Minuten mit Energie auf dem Parkett stehen.“

Konzentration und Energie sind gegen die Jungs von Medi-Coach Raoul Korner zwingend erforderlich, denn auch die Wagnerstädter kamen nach leichten Schwierigkeiten zum Saisonstart zuletzt immer besser in Fahrt. „Bayreuth hatte zu Beginn der Saison ein paar Probleme, die sie mittlerweile aber extrem gut in den Griff bekommen haben. Sie spielen einen sehr guten Teambasketball“, kennt Stuckey den Verlauf der Bayreuther Formkurve.

Treffsichere Bayreuther

Die "Heroes of Tomorrow" – wie Bayreuth Korbjäger auch genannt werden – hatten zuletzt eine neun Spiele währende Siegesserie (Bundesliga & Champions League), ehe zunächst das französische SIG Strasbourg in der Champions League und danach die EWE Baskets Oldenburg in der BBL den Höhenflug stoppten. Am letzten Spieltag zeigten sich die Wagnerstädter aber bereits wieder gut erholt und ließen in eigener Halle den HAKRO Merlins Crailsheim keine Chance (102:85).

Bayreuths österreichischer Headcoach hat es wieder einmal geschafft, ein schlagkräftiges – und vor allen Dingen ausgeglichen auftretendes – Team zu formen. Mit 15,6 Punkten pro Partie liegt Hassan Martin teamintern an der Scoring-Spitze, doch allein den US-Center an die Leine zu legen, wäre aus Bamberger Sicht fatal. Hinter Martin, der zudem auch Bayreuths Toprebounder (6,8) ist, folgen sechs(!) Spieler mit einem Schnitt zwischen neun und zwölf Punkten. Nahezu jeder Akteur im Medi-Trikot weiß also genau, wo der Korb hängt. Dies belegt auch ein Blick auf Bayreuths Trefferquote: Mit einer Erfolgsquote von 51,5 Prozent rangieren die Wagnerstädter ligaweit auf Rang drei - nur die Münchner und die Berliner werfen sicherer.

Olinde weiter fraglich

Für das Oberfrankenderby hat Brose-Headcoach Ainars Bagatskis aller Voraussicht nach seinen kompletten Kader zur Verfügung. Einzig der Einsatz von Louis Olinde ist nach dessen Hüftverletzung noch fraglich und entscheidet sich kurzfristig.

Schon am 6. Januar geht es für Brose Bamberg dann mit einem Auswärtsspiel bei Ratiopharm Ulm weiter. Zwei Tage später, am 8. Januar, startet auch die Champions League ins neue Kalenderjahr. Zum Jahresauftakt empfangen die Bamberger den Titelverteidiger AEK Athen mit den Ex-Coaches Luca Banchi und Ilias Kantzouris. 

Benjamin Strüh

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