Operation Drinbleiben! FCN plant großen Schritt am Sonntag

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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19.6.2020, 14:44 Uhr
Jubel-Ösi! Georg Margreitters Einsatz gegen Stuttgart ist noch fraglich.

Jubel-Ösi! Georg Margreitters Einsatz gegen Stuttgart ist noch fraglich. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Wie das jetzt wieder hat passieren können, dafür hat Jens Keller eine recht einfache Erklärung - endlich einmal. Wochenlang musste der Trainer des 1. FC Nürnberg sich jetzt wiederholen und sagen, dass beim Club nicht alles schlecht läuft, nur die Ergebnisse eben nicht so recht stimmen wollen. Zunehmend verzweifelt hat Keller diese Übung absolviert, wirklich gelungen ist sie ihm selten.

Keller: "Wir müssen diese Sache entscheiden"

Jetzt darf Keller einen Sieg erklären. Das 6:0 beim SV Wehen Wiesbaden ist ihnen spektakulär geraten, woran es lag, glaubt Keller zu wissen: "Wir haben unsere erste Torchance genutzt, in den letzten Wochen haben wir das nicht gemacht, obwohl wir auch da Chancen hatten."

Jetzt steht die nächste Chance an. Die Partie gegen den VfB Stuttgart könnte bei einem Sieg schon entscheidend sein auf dem Weg zum Klassenverbleib, wenn der Konkurrent aus Karlsruhe nicht gegen Arminia Bielefeld gewinnt. Auf fremde Hilfe aber will sich Keller nicht verlassen. "Wir müssen diese Sache entscheiden", sagt er.

Wer bei dieser Sache mitmachen darf am Sonntag (15.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) im Max-Morlock-Stadion, hat er noch nicht entschieden. Es kommt dabei ja unter anderem auch darauf an, wer mitmachen kann. Patrick Erras fehlt gelbgesperrt, für ihn könnte Fabian Nürnberger zurück in die Startelf rücken, nachdem er seine Verletzung offenbar auskuriert hat.

Sörensen und wer noch?

Noch eine Position weiter hinten laboriert Innenverteidiger Georg Margreitter seit dem Ausflug nach Wiesbaden an einer Knie-Prellung. Weil außerdem noch nicht sicher ist, ob Konstantinos Mavropanos wieder spielen kann, spricht Keller von "Fragezeichen in der Defensive". Einzig Asger Sörensen, der zweifache Torschütze von Wiesbaden, scheint gesetzt.

Ein "kleiner Schritt", sagt Keller, sei der Sieg in Wiesbaden gewesen. Gegen den Favoriten aus Stuttgart soll der nächste gelingen, im besten Fall wird es ein großer Schritt und kann der Verein dann nach Erklärungen suchen, wie das alles so furchtbar hat werden können in dieser Saison.

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