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Overtime-Sieg beim Primus! Ice Tigers schlagen München

Das Kleinendorst-Kollektiv triumphiert beim Spitzenreiter - 15.11.2019 22:21 Uhr

Jubel nach Verlängerung! Tim Bender (rechts) gelingt in München der Siegtreffer. © Sportfoto Zink


Im ersten Spiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach der Länderspielpause haben die Thomas Sabo Ice Tigers als erstes Team der laufenden Saison beim Tabellenführer EHC Red Bull München gepunktet und dem Tabellenführer die erst zweite Niederlage beschert. In der Verlängerung setzten sich die Nürnberger mit 4:3 (0:0, 1:0, 2:3) durch. Am Sonntag (14.00 Uhr) kommen nun die Schwenninger Wild Wings nach Nürnberg.

Aus der verlängerten Pause wurde dann doch nichts. Eigentlich sollte Tom Gilbert in München nicht auf dem Eis stehen. Wegen seiner Verletzung im Sommer und der OP an der Hüfte wollte Coach Kurt Kleinendorst seinem routinierten Verteidiger etwas mehr Zeit zum Ausruhen geben. Doch weil das Verletzungspech die Fährte der Nürnberger auch nach dem Deutschland Cup nicht völlig verloren hat, musste Kleinendorst mal wieder umdisponieren. Austin Cangelosi war im Team zurück erwartet worden, seine Adduktorenverletzung brach aber wieder auf, so dass ein Comeback ausfiel. Marcus Weber blieb im Angriff, statt in die Abwehr zu rücken, und Gilbert verbrachte seinen Freitagabend eben doch auf dem Eis.

Dort sorgte im ersten Drittel vor allem der Gastgeber für Betrieb. Nürnberg hatte zwar den besseren Start, was auch daran lag, dass die Ice Tigers schon nach 42 Sekunden Powerplay spielen durften. Doch dann gewann München die Spielkontrolle, was drei Überzahlsituationen in kurzen Abständen begünstigten. München erzeugte Druck. Niklas Treutle hielt im Nürnberger Tor zuverlässig. Stark, wie er erst Frank Mauer und dann Mads Christensen stoppte, bevor ihm der Pfosten zu Hilfe eilte, als Darryl Boyle es noch versuchte (17.).

Verdiente Führung

Auch in Durchgang zwei begannen die Ice Tigers gut, der Unterschied bestand darin, dass sie nun nicht nachließen und Vorteile gegenüber München hatten. Entsprechend verdient war die Führung. Kevin Schulze hatte an der blauen Linie abgezogen, Münchens Keeper aus den Birken ließ abprallen. Vereint setzten Schwartz und Chad Bassen nach, Weber drückte die Scheibe aus spitzem Winkel über die Linie zum 1:0 (33.). Will Acton traf kurz darauf nur den Außenpfosten und nicht auch ins Münchner Netz (35.).

Das Schlussdrittel prägten zunächst zwei kuriose Treffer. München kam durch Philip Gogulla zum 1:1-Ausgleich, der irregulär war, weil Vorlagengeber Patrick Hager eindeutig im Abseits war (46.). Nürnbergs 2:1 war ebenfalls seltsam, aber den Regeln entsprechend. Joachim Ramoser gewann den Puck hinter dem Tor der Hausherren, schickte ihn davor, wo Maximilian Kastners Kufe die Scheibe in eine Bogenlampe verwandelte, die hinter aus den Birken landete (47.). Dann wurde es spektakulärer. Mebus erhöhte auf 3:1, Trevor Parkes und Mark Voakes per Penalty glichen binnen 49 Sekunden zum 3:3 aus. In der Verlängerung schoss Tim Bender das entscheidende 4:3 (63.).

München: Aus den Birken – Boyle, Aulie; Sanguinetti, Abeltshauser; Seidenberg, Bodnarchuk – Ehliz, Hager, Bourque; Schütz, Daubner, Peterka; Parkes, Voakes, Kastner; Gogulla, Christensen, Mauer / Nürnberg: Treutle – Summers, Festerling; Bender, Mebus; Gilbert, Schulze – Brown, Buck, Fischbuch; Reimer, Acton, Alanov; Kislinger, Eder, Ramoser; Schwartz, Bassen, Weber / SR: Rantala/Kopitz / Zuschauer: 4930 / Strafminuten: 6 – 14 (Weber 4, Kislinger, Schwartz, Mebus, Festerling, Brown je 2) / Tore: 0:1 Weber (32:12), 1:1 Gogulla (45:05), 1:2 Ramoser (46:03), 1:3 Mebus (49:12), 2:3 Parkes (52:17), 3:3 Voakes (53:06/Penalty), 3:4 Bender (62:29).

Florian Jennemann

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