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Peinlicher Stromausfall im Fürther Ronhof

Ein Fußballspiel fast wie ein Rockkonzert - 14.02.2014 22:42 Uhr

Die Zeiten der stimmungsvollen „Feuerzeug-Meere“ sind vorbei – während des Flutlichtausfalls beleuchteten die Fans den finsteren Ronhof mit Hilfe ihrer Handys. © Sportfoto Zink


Der Fußball rückte für ein paar Minuten in den Hintergrund. Peinlich war es den Gastgebern trotzdem. „So etwas darf nicht passieren“, stellte Vizepräsident Holger Schwiewagner klar.

Die Erklärung für den Stromausfall, durch den sich alle vier Flutlichtmasten und das internationale Fernsehsignal in die Unendlichkeit der Stromleitungen verabschiedeten, lieferten die Verantwortlichen der Spielvereinigung mit einer Entschuldigung schon wenige Minuten nach Spielende. Der Strom sei lediglich für drei Sekunden weggewesen, berichtete Pressesprecher Immanuel Kästlen, die fehlende Spannung habe aber gereicht, um die Sicherung im dafür eingeplanten Notstromaggregat auszuschalten.

Die Konsequenz: Dem Fluchtlicht musste die in solchen Fällen vorgesehene Kühlzeit von mindestens 15 Minuten gewährt werden. Genauere Ursachen soll eine Untersuchung in der kommenden Woche liefern. Fürths Trainer Frank Kramer, der seine Jungs in der Kabine kurz auf „ein, zwei Dinge“ einstellte, kommentierte die Zwangspause nach der Partie mit einem Schuss Humor. „Was ich im ersten Moment gedacht habe? Ausruhen, Augen zu, schlafen – Licht aus ist immer das Zeichen für mich.“

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Zappenduster: Im Ronhof gingen die Lichter aus

Beim Zweitligaspiel von Kleeblatt und Karlsruhe hat ein Stromausfall in der ersten Halbzeit für eine fünfzehnminütige Spielunterbrechung gesorgt. Die Fans störten sich kaum daran und feierten munter weiter.


Stromausfall mit Seltenheitswert

So ein Stromausfall hat im bezahlten Fußball ja Seltenheitswert. Der gebürtige Memminger aber hatte eine ähnliche Situation schon einmal erlebt, erinnerte er sich. Bei einem Aufstiegsspiel zur damals drittklassigen Regionalliga, in dem seine beiden Brüder mit dem heimischen FC gegen die Offenbacher Kickers antraten, fiel zwei Minuten vor dem Ende der Strom aus. Nur ging damals das Licht nicht wieder an.

Die Begegnung, in der Memmingen mit 2:0 einem sicheren Sieg entgegengestrebt war, wurde vom DFB neu angesetzt, und das Wiederholungsspiel gewann dann der Favorit aus Offenbach. „Aber heute hat sich meine Truppe ja blind verstanden“, meinte der 41-Jährige mit einem breiten Grinsen und konnte nach dem mit nur einem Punkt belohnten, aber durchaus engagierten Auftritt seiner Mannschaft wieder lachen. Kurz vor Schluss war dem fränkischen Aufstiegsanwärter ja schließlich doch noch ein Licht aufgegangen.

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Remis gegen den KSC: Fürth tappt zu lange im Dunkeln

Die Spielvereinigung hat den Tabellenvierten Karlsruher SC zu Hause empfangen. Die Gastgeber mussten trotz guter Leistung den frühen Rückstand (Yabo, 19.) aufgrund eines Stromausfalls im Dunkeln verdauen. In der zweiten Halbzeit gingen sie offensiv nach vorn und schafften noch den 1:1-Ausgleich (Röcker, 82.).


Florian Pöhlmann

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