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Peisl kandidiert nicht mehr für den FCN-Aufsichtsrat

Bewegung bei der Mitgliederversammlung: Altlasten, Aufreger und ein Abgang - 23.09.2016 14:40 Uhr

So ging's damals los! Nach sechs Jahren tritt Ralf Peisl nun nicht mehr als Aufsichtrat an. © Wolfgang Zink


Die Zahlen werden auch heuer nicht erfreulich sein. Auf etwa fünf Millionen Euro ist das negative Eigenkapital zum Bilanzstichtag 30. Juni angestiegen und damit ungefähr in der vom Kaufmännischen Vorstand prognostizierten Größenordnung.

Knapp zwei Millionen sind das mehr als im Geschäftsjahr 2014/2015, die wirtschaftliche Gesamtsituation des 1. FC Nürnberg ist nach wie vor mindestens schwierig. Die Aufwandsstruktur passt immer noch nicht ganz zum Ertragspotenzial in der Zweiten Liga; Michael Meeske muss somit unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen seinen Club sanieren, der ganz offensichtlich viele Jahre über seine Verhältnisse gelebt hat.

Die Altlasten drücken den Altmeister ganz erheblich – und engen besonders den Handlungsspielraum der Sportlichen Leitung ein. Trotzdem sieht Meeske mittlerweile Licht am Ende des Tunnels; die erneut 600.000 bis 700.000 Euro aus einem Solidaritätstopf der Uefa für die Nachwuchsförderung der 18 deutschen Zweitligisten tun natürlich gut, sind aber auch eingeplant. Der neue TV-Vertrag könnte dem Club im nächsten Sommer hingegen gleich ein paar Millionen mehr in die Kasse spülen, sollte es beim 20-prozentigen Anteil für die Zweite Liga bleiben. Den anderen Vereinen aber selbstverständlich auch.

Interessant oder vielmehr brisant dürfte die Auseinandersetzung über ein anderes Thema werden. Die Club-Verantwortlichen erwägen  - wie von Aufsichtsratschef Thomas Grethlein unlängst erneut kommuniziert - zumindest mittelfristig eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft. Die Ultras - als größte geschlossene Fraktion bei den Versammlungen - kündigen Widerstand an.

Mindestens eine Veränderung wird es im Aufsichtsrat geben. Wie aus Fankreisen zu vernehmen ist, verzichtet Rechtsanwalt Ralf Peisl, dessen Wahlperiode turnusgemäß endet, auf eine erneute Kandidatur und hört nach sechs Jahren im höchsten Gremium auf. Ob die ebenfalls ausscheidenden Johannes Bisping und Rainer Gömmel wieder antreten, werden die nächsten Tage zeigen. Mögliche Kandidaten mussten ihre Bewerbungsunterlagen bis Donnerstagnacht, 24 Uhr, beim 1. FC Nürnberg hinterlegt haben.

Bilderstrecke zum Thema

Das ist der neue Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg

Auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg 2018 gingen die drei zu besetzenden Plätze im Aufsichtsrat an Peter Meier, Vorstand der Nürnberger Versicherung, und die im Kontrollgremium bereits erfahrenen Christian Ehrenberg sowie Dr. Ulrich Maly. Damit steht fest: Für Hanns-Thomas Schamel hat es diesmal nicht gereicht.


 

la, apö

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