Mittwoch, 26.02.2020

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Pokal-Aus! Bamberg scheitert an Alba Berlin

Brose hält nur 16 Minuten mit – Totaleinbruch im dritten Viertel - 12.01.2020 21:01 Uhr

Elias Harris Bamberger scheiterten im Halbfinale an Johannes Thiemann und Alba Berlin. © Nicolas Armer/dpa


Die Zuschauer im weiten Rund der Brose Arena erlebten eine von Beginn an hart umkämpfte Partie, in der man beiden Seiten deutlich anmerkte, dass mit dem Pokal-Finalticket einiges auf dem Spiel stand. Vor allem über eine aggressive Defense wurde versucht, der Begegnung seinen Stempel aufzudrücken, was den Berlinern in entscheidenden Momenten etwas besser gelang.

Die Bamberger versuchten dem zwar mit unbändigem Einsatz entgegen zu wirken, haderten jedoch auch an diesem Abend wieder mit ihrer – im Vergleich zu Berlin – schwächeren Trefferquote und dem klaren Reboundnachteil (10:18 – 4:7 offensiv). Da sich aber auch die Hauptstädter in Form von Ballverlusten einige Fehler erlaubten, blieb es bis zur vor dem Seitenwechsel eine enge und nahezu ausgeglichene Partie.

Berlin zieht an beiden Seiten des Feldes an

Erst ein 11:2-Zwischenspurt der Albatrosse, der diese zwischen der 16. und 18. Spielminute von 31:31 mit 42:33 in Front brachte, führte zu einem nennenswerten Vorsprung zwischen die Kontrahenten. Mit seinen beiden Auszeiten arbeitete Roel Moors gegen den Berliner Run. Bryce Taylor, der seine Farben im zweiten Viertel mit neun Punkten (3/3 Dreier) im Spiel hielt, sorgte dann im letzten Angriff vor der Pause mit seinem Treffer zum 36:42 für ein versöhnliches Ende.

Bambergs positiver Halbzeitabschluss schien Berlin aber weniger zu stören, als viel mehr zu motivieren. Die Spreestädter kamen deutlich entschlossener aus der Kabine zurück und zogen den Brose-Boys bereits in den ersten 5:13 Minuten des dritten Viertels den Zahn. Während bei Brose absolut nichts mehr klappte, lief es auf der Gegenseite wie aus einem Guss. Fand der Ball dabei beim ersten Versuch nicht direkt den Weg in den Korb, waren Berlins Rebounder zur Stelle und korrigierten den vorangegangenen Fehlwurf. So zog Berlin blitzschnell auf 60:41 davon, was im Endeffekt einer Vorentscheidung gleich kam.

Chancenlose Bamberger

Egal, was Coach Roel Moors in Auszeiten oder durch Spielerwechsel auch versuchte, die Oberfranken hatten dem Euroleague-Team aus der Hauptstadt nun nichts mehr entgegenzusetzen und mussten fast hilflos mit ansehen, wie der Abstand stetig größer wurde. Bis auf 33 Zähler (79:46) zogen die Berliner davon, ehe sie es in den letzten fünf Minuten etwas ruhiger angehen ließen. Bamberg konnte diesen Umstand allerdings nur noch zu etwas Ergebniskosmetik nutzen. Auf die deutliche 66:82-Pleite hatten die letzten fünf Minuten keinen Einfluss mehr. Nach einer enttäuschenden zweiten Halbzeit mussten sich die Brose-Boys auch vereinzelte Pfiffe von den Rängen gefallen lassen.

Im Finale treffen die Berliner somit am 16. Februar auf die EWE Baskets Oldenburg, die ihr Halbfinale bereits am Nachmittag in Ulm mit 84:76 gewinnen konnten. Die Auslosung ergab, dass dieses Finalduell in der Berliner Mercedes Benz Arena steigt.

Brose Bamberg: B. Taylor (15 Punkte), Sengfelder (9), Olinde (9), Lee (8), Harris (8), K. Taylor (5), Marei (4), Obasohan (4), McLean (2), Atkins (2) ALBA BERLIN: Giedraitis (16), Giffey (13), Nnoko (10), Siva (10), Eriksson (9), Sikma (8), Hermannsson (8), Thiemann (4), Mattisseck (4), Schneider, Mason, Ogbe

Benjamin Strüh

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