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PR-Geschenk: Maas wendet sich gegen Belarus-WM

Außenminister sieht "verheerendes Signal" an die Demonstrierenden - 14.01.2021 10:34 Uhr

Außenminister Maas für Entzug der Eishockey-WM in Belarus

09.01.2021 © Kay Nietfeld, dpa


"Das wäre das größte PR-Geschenk für Lukaschenko und ein verheerendes Signal an die Demonstrierenden. Ich hoffe, dass auch die Organisatoren das einsehen. Das ist keine Frage von politischem Kalkül, sondern von Haltung", sagte Maas (54) in Richtung des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF).

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Proteste gegen Lukaschenko in Belarus

Seit der Präsidentenwahl am 9. August kommt es in Belarus täglich zu Protesten. Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen nach 26 Jahren im Amt zum Wahlsieger erklären lassen. Der 66-Jährige strebt eine sechste Amtszeit an. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin.



Lukaschenko wirbt für sein Eishockey-Weltturnier


Die WM soll vom 21. Mai bis zum 5. Juni in Belarus und Lettlands Hauptstadt Riga ausgetragen werden. Lukaschenko, der als "letzter Diktator Europas" gilt, steht wegen schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit international in der Kritik. Die EU erkennt ihn seit der als gefälscht eingestuften Wahl vom 9. August nicht mehr als Präsidenten an. Das EU-Mitglied Lettland lehnte eine gemeinsame WM mit Belarus ab. In Minsk hatte die WM bereits 2014 stattgefunden.

Belarus als WM-Standort höchst umstritten

Wegen massiver Polizeigewalt gegen Andersdenkende und mangelnder Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie ist Belarus als WM-Standort höchst umstritten. Bei den Protesten gegen Lukaschenko gab es seit August mehr als 30.000 Festnahmen, Hunderte Verletzte und zahlreiche Tote. Die EU hat Sanktionen gegen den Machtapparat Lukaschenkos verhängt. Eine Entscheidung könnte am 25. und 26. Januar fallen, wenn das Exekutiv-Komitee der IIHF noch einmal über das Problem der WM-Ausrichtung berät.

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Corona im Sport: Diese Wettbewerbe wurden abgesagt oder pausieren

Das Coronavirus hat auch den Sport nicht verschont und zu massenweise Absagen und der Aussetzung von Spielbetrieb gesorgt. Während manche Saisons vorzeitig und ohne Abschluss beendet wurden, haben anderen Ligen noch auf Besserung und die Neuterminierung der abgesagten Spiel gehofft. Manche haben inzwischen sogar beschlossen, den Spielbetrieb bald wieder aufzunehmen. Wir haben die wichtigsten Wettbewerbe in Deutschland und international aufgelistet, die vom Coronavirus betroffen sind.



Belarus statt Weißrussland: So lautet die korrekte Bezeichnung


Zuvor hatten auch andere deutsche Politiker einen Entzug der WM gefordert. "Wer riskiert, dass eine WM zu weiteren Unterdrückungen, Verhaftungen und Folterungen führt, der macht sich mitschuldig", teilten die sportpolitische Sprecherin Monika Lazar und der Osteuropapolitiker Manuel Sarrazin am Mittwoch mit. Mit einer WM in Minsk würden die Verbrechens Lukaschenkos indirekt legitimiert.

dpa

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