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Primus auf dem Prüfstand: Der Club gastiert in Bochum

Der Klub von der Ruhr gilt für den FCN in der 2. Liga als schwieriges Pflaster - 25.02.2018 05:47 Uhr

Der gegen Duisburg pausierende Kevin Möhwald (li.) steht dem Club in Bochum wieder zur Verfügung. © Sportfoto Zink / DaMa


Den kniffligen Spagat, einerseits die breite Brust eines Spitzenreiters zu demonstrieren, zugleich aber auch stets den vielleicht flüchtigen Charakter dieser Momentaufnahme zu betonen, üben sie beim 1. FC Nürnberg derzeit nach Kräften. Durch die Tabellenführung habe sich "für uns nichts geändert", behauptete Trainer Michael Köllner vor dem sonntäglichen Gastspiel (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) beim VfL Bochum, um wenig später dann doch verbal ein bisschen die Muskeln spielen zu lassen: "Wir sind momentan gut drauf und stehen auch nicht zu Unrecht oben."

Seit immerhin zehn Partien ist Köllners Elf ungeschlagen – eine stolze Serie, die auch am Sonntag halten soll. Allerdings gilt Bochum in der 2. Liga als traditionell eher schwieriges Pflaster für die Franken. Vier Niederlagen und nur ein Remis weist die Besuchsbilanz bislang aus, "daran sieht man schon, wie schwer diese Aufgabe ist", warnte Köllner. Weil seiner Mannschaft im Hinspiel (3:1) zumindest schon mal der erste Zweitliga-Sieg überhaupt gegen den langjährigen Angstgegner gelungen war, ist der Oberpfälzer aber zuversichtlich, dass sich nun auch die Negativserie im Ruhrstadion dem Ende zuneigt.

Die Reset-Taste und Harmlosigkeit vor dem Tor

Zudem erinnert Bochum derzeit ja fast ein bisschen an den Club früherer Tage. Mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, kämpfen die Westfalen mittlerweile gegen den Absturz in die 3. Liga und haben dabei bereits zwei Cheftrainer verschlissen. Nach dem noch kurz vor Saisonbeginn wegen atmosphärischer Störungen gechassten Gertjan Verbeek sowie dem glücklosen Jens Rasiejewski, übernahm kürzlich nun Robin Dutt an der Castroper Straße. Die Premiere des früheren Bundesliga-Trainers und DFB-Sportdirektors ging beim 0:1 in Heidenheim aber ebenfalls schief. Zudem trennte sich der Tabellenvierzehnte von seinem umstrittenen Sportvorstand Christian Hochstätter. "Sie haben alles versucht und jetzt noch einmal die Reset-Taste gedrückt", befand Köllner.

Der Bochumer Mannschaft bescheinigt der 48-Jährige eine "gute Spielstruktur", allerdings lasse sie oft "vorne den Punch vermissen". Gerade mal 20 Törchen zeugen von den Defiziten im Abschluss – kein Zweitligist traf bislang seltener. Der Club hingegen stellt mit 46 Treffern die Torfabrik der Liga. Zwölf davon gingen freilich auf das Konto von Mikael Ishak, dass die Mannschaft dessen Ausfall so problemlos kompensieren konnte, gehörte für Köllner zu den angenehmsten Erkenntnissen beim 3:1-Sieg gegen Duisburg. Zudem dürfte am Sonntag auch Kevin Möhwald, der zuletzt wegen muskulärer Probleme geschont worden war, ins Team zurückkehren. 

Uli Digmayer

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