Remis im Franken-Duell: Der Club stolpert im Abstiegskampf

11.4.2021, 15:34 Uhr
Symbolbild Zweitliga-Abstiegskampf: Aufgenommen am Sonntag in Würzburg.

Symbolbild Zweitliga-Abstiegskampf: Aufgenommen am Sonntag in Würzburg. © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr

Vor dem Auftritt des 1. FC Nürnberg bei den Würzburger Kickers hatte Trainer Robert Klauß mal wieder eine Bitte formuliert an seine Mannschaft. Jetzt, da drei Viertel der Saison absolviert sind, sagte Klauß, "möchte ich, dass die Dinge auch funktionieren und klappen". In den drei Spielen zuvor hatte ja immerhin ab und an etwas funktioniert und geklappt - der Club war zumindest ohne Niederlage geblieben. Ein Erfolg beim Schlusslicht wäre eine nette Hilfe im Abstiegskampf gewesen.


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Sie blieb aus, weil der 1. FC Nürnberg beim 1:1 (1:0) beinahe alles schuldig blieb, was in der zweiten Liga für den Abstiegskampf so gebraucht wird.

Gegenüber dem Erfolg gegen Paderborn vor einer Woche musste Klauß eine Änderung in der Startelf vornehmen. Fabian Nürnberger war nach seiner Verletzung nicht rechtzeitig fit geworden, für ihn bekam mal wieder Fabian Schleusener eine Gelegenheit von Beginn an. Es entwickelte sich dann auch unter Schleuseners fleißigem Zutun eine Zweitliga-Partie der eher gruseligen Art.

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Immerhin: Der Club profitierte zunächst einmal von den vielen Fehlern, die den ersten Durchgang prägten. Nachdem eine Flanke von Tim Handwerker durch und vor allem über den Strafraum gesegelt war, scheiterte David Kopacz an der übersichtlichen Übung eines unbedrängten Befreiungschlages. Stattdessen produzierte er selbst eine präzise Flanke, die den Kopf von Erik Shuranov fand: Nach fünf Minuten führte der Club.


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Nach 19 Minuten hätten die Nürnberger dann einer weniger sein können. Lukas Mühl verschätzte sich bei einer Kopfballrückgabe, Ridge Munsy kam erst an den Ball und ging dann im Zweikampf mit Mühl zu Boden. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied zwar auf Foul, zückte aber nur die Gelbe Karte. Mühl durfte auf dem Platz bleiben und sah deshalb, wie die Würzburger mit der Zeit die bessere zweier schlechter Mannschaften wurden. Nach 38 Minuten hätte das beinahe zum Ausgleich geführt, aber Mitja Lotric konnte das präzise Zuspiel von Dominic Baumann nicht verwerten.

30 Minuten Leerlauf

Ansonsten sah man weiterhin viele Dinge, die man beim Fußball lieber nicht sieht, weshalb die Pause gerade recht kam. Gebracht hatte sie dann aber wenig, auch der zweite Durchgang begann so, wie man sich den Abstiegskampf in der zweiten Liga schlimmstenfalls vorstellt. Bis zur 76. Minute dauerte es, ehe der Club wieder Torgefahr versprühte: Schäfflers Versuch aus sechs Metern wurde zur Ecke abgewehrt, in deren Folge der eingewechselte Dennis Borkowski aus Abseitsposition traf.

Kurz darauf war die Partie wieder ausgeglichen. Schiedsrichter Reichel erkannte ein Foul von Asger Sörensen, wo der eher zuerst gefoult worden war. Freistoß gab es dennoch und den veredelte Lars Dietz per Kopf (78.). Eine Reaktion zeigte der Club nicht mehr. Es war wieder so ein Nachmittag, an dem beinahe nichts klappte und funktionierte.

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