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Schmerzen? HCE-Keeper Lichtlein freut sich auf Donnerstag

Das Eyjolfsson-Team hat Göppingen in der Arena zu Gast - 10.10.2019 13:38 Uhr

Im Tor wie auf der Bank ist Carsten Lichtlein Energie pur: Er feuert seine Kollegen bei jedem Spielstand an. © Sportfoto Zink / OGo


32:30 hatten sich Lichtlein & Co. am Sonntag bei den "Galliern von der Alb", dem HBW Balingen-Weilstetten, durchgesetzt, am Donnerstag wollen sie laut Trainer Adalsteinn Eyjolfsson in der Nachholpartie des dritten Spieltags eine "offene Rechnung" mit einer anderen schwäbischen Mannschaft begleichen: Hatte der HCE in der Vorsaison doch sein Heimspiel gegen FA Göppingen 24:25 verloren. Nemanja Zelenovic hatte drei Sekunden vor Ende den Siegtreffer geworfen, 13 Sekunden nach dem Erlanger Ausgleich durch Nicolai Theilinger, der im Sommer vom HCE zum viermaligen EHF-Cup-Sieger wechselte.

"Dort kommt er immer besser in Form", berichtete Eyjolfsson über den Rückraumspieler. Auch dessen Shooter-Kollegen Tim Kneule ("sehr stark im Eins-gegen-eins"), Srdjan Predragovic und Zelenovic sorgen für Druck und Torgefahr aus der Distanz.

Göppingen vereint viel Qualität und Routine

Allerdings hob der HCE-Coach auch die Stärke der Göppinger Kreises hervor, was ihm darüber grübeln lässt, welchen Torhüter er beginnen lässt. "Göppingen hat sehr viel Qualität und Routine und ist eingespielt", warnte der 42-Jährige davor, den Gegner nur nach seinem aktuellen Tabellenstand als 13. zu beurteilen, ebenso am 21:30 zuletzt in Magdeburg.

Während den Erlangern Abwehrchef Petter Overby weiter fehlt - "Göppingen käme für ihn zu früh", so Kevin Schmidt, der Sportliche Leiter des HCE - vermisst der kommende Gast im Rückraum Ivan Sliskovic, der an einem Muskelfaserriss laboriert.

Wie bei jeder Spieltagspressekonferenz rückte Eyjolfsson die Bedeutung der Abwehrarbeit in den Fokus, aber auch: "Wir dürfen Göppingen nicht zu Gegenstößen einladen." Zufrieden zeigte sich der HCE-Coach damit, wie der Entwicklungsprozess im Erlanger Angriff voranschreitet. Erfreut zeigte er sich dabei, dass gerade die Angriffe über die Außenpositionen in Balingen in der zweiten Hälfte funktioniert und zu Toren geführt hatten, als sein Team Überzahlsituationen effektiv zu nutzen wusste. Auch wenn sich in der Offensive hier und da noch kleinere Fehler eingeschlichen hätten.

Lerneffekte und ein "Bollwerk" 

"Wir merken langsam, dass wir uns immer besser einspielen und haben in Balingen vor allem im Angriff einen weiteren Schritt nach vorne gemacht", resümierte Eyjolfsson. Neben der Regeneration begann er gestern damit, sein Team taktisch auf den nächsten Gegner einzustellen, um möglichst den vierten Sieg in Serie zu landen, ehe dann in den nächsten Wochen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel auf den HCE warten. Dabei machen die Rhein-Neckar Löwen den Auftakt, die am Sonntag (13.30 Uhr, Live-Blog der FACKELMANN WELT Hersbruck) in der Nürnberger Arena ihre Visitenkarte abgeben werden.

Doch zuvor will Torhüter Lichtlein gemeinsam mit seinen Kollegen erst einmal den Göppinger Angreifern ein "Bollwerk" entgegenstellen. "Der Fokus muss auf der Abwehr liegen, dann kann man auch einfache Tore machen", konstatierte der 38-Jährige wenige Wochen vor der Partie, mit der er zum Bundesliga-Rekordspieler avancieren wird. Und: Weitere zwei Punkte würden nicht nur bei ihm die Schmerzen der englische Woche spürbar lindern.

Philipp Roser

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