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Selbstbewusst zur Fortuna: Fürth "wird Spiel bestimmen"

Das Kleeblatt trifft auf einen heimstarken Bundesliga-Absteiger - 21.01.2021 10:54 Uhr

Den Torabschluss hat Fürths Trainer Stefan Leitl nicht gesondert einüben lassen. Stattdessen stand in dieser Trainingswoche Regenation auf dem Programm. 

19.01.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Drei Partien in den nächsten sieben Tagen - das Programm für die Spielvereinigung Greuther Fürth ist dicht getaktet. Der Auftakt verspricht einen Hochkaräter, denn das Kleeblatt, aktuellen Tabellenfünfter, ist zu Gast beim Dritten. Die Düsseldorfer haben sechs der jüngsten sieben Liga-Spiele gewonnen und in diesem Zeitraum auch nicht verloren. Zu Hause ist die Fortuna ungeschlagen.

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Die Mannschaft von Kleeblatt-Coach Stefan Leitl trifft also auf einen starken Gegner - fährt aber auch voller Selbstbewusstsein als bestes Auswärts-Team der Liga ins Rheinland. "Wir treffen wieder auf einen Bundesliga-Absteiger mit einer enormen Qualität im Kader, dort sind Spieler, die in der ersten Liga gespielt haben oder schon auf gestiegen sind." Die Fortuna sei "sehr diszipliniert gegen den Ball, stark in den Umschaltmomenten", analysiert der Kleeblatt-Coach. "Das wird eine Herausforderung für uns."

Ankommen werde es auf die eigene Abwehr. "Wir müssen lernen, zu null zu spielen, um Spiele zu gewinnen", stellt Leitl klar. "Das wird auch gegen Düsseldorf entscheidend sein. Wir brauchen eine gute Balance im Spiel gegen den Ball, im ein oder anderen Moment nicht zu viel zu wollen und vielleicht nicht den direkten Angriff zu suchen." Verteidigt Fürth konsequent, "bin ich überzeugt, dass wir auch in Düsseldorf bestehen können", sagt Leitl.

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Das Problem zuletzt beim Kleeblatt, das zweimal in Folge nicht gewinnen konnte: der Torabschluss. Die Fürther erarbeiteten sich viele, zum Teil hundertprozentige Möglichkeiten, und brachten den Ball dann nicht über die Linie. "Wir müssen cooler und cleverer vor dem Tor werden." Speziell daran gearbeitet haben sie in der aktuellen Trainingswoche dennoch nicht: "Der Fokus lag eher auf Regeneration", sagt Leitl. "Wir hatten vor dem Paderborn-Spiel keine einfache Trainingswoche, dann eine sehr intensive Partie gegen Paderborn, nach der das ein oder anderen schon bis Mittwoch bei den Jungs in den Beinen war."

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Und eines ist klar: Die Fürther brauchen alle Spieler, um in der nächsten Zeit zu bestehen. Weiterhin im Aufbautraining sind Abdourahmane Barry, Emil Beggreen (beide Adduktoren), Leon Schaffran (Sprunggelenk) sowie die Zugänge Luca Itter und Marijan Cavar. Paul Jaeckel fällt mit seiner Oberschenkelverletzung, die er sich gegen den SCP zugezogen hatte, ebenfalls aus. "Die medizinische Abteilung ist guter Dinge, dass er uns am Dienstag in Osnabrück wieder zur Verfügung steht", sagt Leitl. Bei den anderen gehe es darum, sie "peu á peu ins Mannschaftstraining" einzubinden.


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Mit Julian Green, Mergim Mavraj und Paul Seguin droht zudem drei Fürthern eine Sperre, wenn sie die nächste Gelbe Karte kassieren. "Das sind drei wichtige Spieler", sagt Leitl. Doch angesichts der vielen anstehenden Partien "müssen wir sowieso rotieren. Wir haben Vertrauen in unseren Kader. Wenn einer der drei Genannten eine Gelb-Sperre bekommt, werden wir das gut auffangen."

Zurückhalten sollen sich die Spieler nicht: Das Kleeblatt werde in Düsseldorf in Umschaltaktionen des Gegners kommen, "weil ich davon ausgehe, dass wir das Spiel bestimmen werden", meint Leitl. Ist es dann "erforderlich, eine Gelbe Karte zu ziehen, erwarte und verlange ich das auch von meinen Jungs".

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Noch hat Anton Stach "frische Beine", wie er in einem Video-Clip des Vereins berichtet. "Unser größter Trumpf ist die Geschlossenheit in der Mannschaft. Wir geben jeden Tag alles auf dem Platz, rufen das auch jedes Wochenende ab und marschieren über 90 Minuten", sagt Sebastian Ernst. Nun stehen zwei englische Wochen an, "viele Spiele, viele gute Spiele auch", meint der Mittelfeldmotor, der zuletzt zweimal per Kopf fürs Kleeblatt getroffen hat. Das erste gute gleich am Freitagabend.

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