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Sieg dank Sengfelder! Bamberg dreht's gegen Teneriffa

Brose-Jungs verabschieden sich mit Achtungserfolg aus der Champions League - 05.02.2020 08:57 Uhr

Matchwinner! Christian Sengfelder sicherte Bamberg einen versönlichen Abschluss in der Champions League. © Nicolas Armer


Wie angekündigt, nutzte Brose-Bamberg-Headcoach Roel Moors diese abschließende Champions League-Partie, um ein paar Sachen neu auszuprobieren. So veränderte der Übungsleiter, der neben Bryce Taylor (Achillessehnenreizung) auch noch auf Kapitän Elias Harris (Knieprobleme) verzichten musste, seine Startformation auf zwei Positionen. Der Belgier brachte Nelson Weidemann für Kameron Taylor und Darion Atkins an Stelle von Assem Marei. Doch nach einem guten Beginn mit vier schnellen Sengfelder-Punkten waren es zunächst die Gäste aus Spanien, die der Partie ihren Stempel aufdrückten.

Teneriffa legt vor, Bamberg schlägt doppelt zurück

Der Gast von den Kanarischen Inseln konterte Bambergs Starteuphorie mit einem 13:2-Run und machte deutlich, dass man im Fernduell um Platz eins mit Nymburk alles auf den Auswärtssieg setzte. Nach dem 13:6-Zwischenstand (5. Min.) zogen die spanischen Korbjäger bis kurz vor der ersten Viertelpause noch auf 22:13 davon. Doch Retin Obasohan, der insgesamt eines seiner besten Spiele im Brose-Dress ablieferte (22 Punkte, sieben Assists), beendete das Viertel mit seinen Zählern zum 16:22 und läutete damit die Aufholjagd von Brose Bamberg ein.

Vor allem in der Verteidigung rührten die Brose-Boys nun Beton an und gestatteten Teneriffa nahezu nichts mehr. Im Gegenzug kamen die Hausherren - gepusht von den 4.435 Zuschauern - auch offensiv in einen starken Rhythmus und spielten ihren Gegner an die Wand. Ein viertelübergreifender 21:3-Run brachte Bamberg Mitte des zweiten Viertels eine 34:25-Führung. Vorzeitig aufgeben stand allerdings auch nicht im Gameplan der Insulaner, die sich bis zur Halbzeit wieder auf 34:38 herankämpften.

Offener Schlagabtausch über 25 Minuten

Somit stand den Fans in Oberfranken eine spannende zweite Halbzeit bevor - und diese sollten sie auch bekommen. Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der keine Mannschaft klein bei geben wollte. Allein im dritten Viertel wechselte die Führung sechs Mal hin und her. Im Schlussviertel war Teneriffa bemüht, die Intensität nochmals zu erhöhen, doch die Gastgeber hielten - auch dank der guten Leistungen ihrer Bankspieler - weiter voll dagegen und behaupteten in der Crunchtime sogar einen knappen Voprsprung.

Doch einen 74:79-Rückstand verwandelten die Mannen von Coach Txus Vidorreta dank der Dreier von Santi Yusta und Sasu Salin in allerletzter Sekunde noch in ein 87:87-Unentschieden und erzwangen die Verlängerung. In der fünfminütigen Extrazeit sah es zunächst so aus, als könne sich Brose von dem Nackenschlag zum Ende der regulären Spielzeit nicht mehr erholen - Teneriffa setzte sich auf 96:90 ab und sah 90 Sekunden vor dem Ende wie der sichere Sieger aus.

... und dann kommt Sengfelder 

Der Gruppenprimus hatte seine Rechnung jedoch ohne Christian Sengfelder gemacht. Der Nationalspieler, der von Bundestrainer Henrik Rödl wieder in den A-Kader für das anstehende Nationalmannschaftsfenster berufen wurde, drehte noch einmal so richtig auf. Die letzten acht Bamberger Zähler (darunter zwei Dreier) gingen auf sein Konto und so führte er seine Farben schlussendlich zum 98:96-Heimsieg. Marcelinho Huertas und Sasu Salin vergaben indes gute Chancen für Teneriffa und müssen sich zum Ende der Gruppenphase doch mit Platz zwei begnügen, da Nymburk seine Aufgabe gegen Peristeri erfolgreich gestaltete.

Für Brose Bamberg, das an diesem Abend mit viel Kampfbereitschaft, Einsatz und Wille überzeugte, fand die Champions-League-Saison 2019/2020 immerhin noch einen versöhnlichen Abschluss - Bambergs Bilanz ist ausgeglichen (7/7, Rang fünf).

Brose Bamberg: Obasohan (22 Punkte), Marei (18), Sengfelder (17), K. Taylor (16), McLean (10), Atkins (6), Olinde (4), Seric (3), Lee (2), Weidemann

Iberostar Teneriffa: Yusta (18), White (15), Huertas (15), Shermadini (15), Salin (15), Konate (10), Suarez (6), Lundberg (2), Bogris, Lopez, Guerra

Benjamin Strüh

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